13.09.2009  _  Kolumne Facebook Kommentare 3

Die zehn Gesetze Hollywoods

Die Koumne aus der SonntagsZeitung vom 13.09.2009

Endlich kommt Pipilottis schräger Film «Pepperminta» ins Kino. Und trotz der Rückenschüsse von Köppels nationalkonservativer Illustrierten sieht es für Michael Steiners unkonventionelles «Sennen­tuntschi» wieder gut aus. Das freut uns. Aber es müssen Ausnahmen bleiben!

Wollen wir dem Doppel-Erfolgsrezept «Popularité» (N. Bideau) und «Qualité» (Nicolas B.) treu bleiben, gilt es die seit Jahrtausenden gültigen zehn Gesetze Hollywoods zu befolgen, die wir hier in Erinnerung rufen:
1) Jede Verfolgungsjagd führt durch einen Gemüse­ und Obststand mit südländischem Händler. Fluchtauto und Verfolger weichen wenigstens einmal auf einer Kreuzung haarscharf einem riesigen Truck aus.

2) Jedes Unfallauto hat zu brennen. Dann zu ex­ plodieren.

3) Es regnet nie. Es schüttet.

4) Eine polizeiliche Untersuchung führt stets in einen Strip­ club. Lösen kann der Detektiv den Fall erst, wenn er vom Dienst suspendiert ist.

5) Selbst Wikinger und römische Sklaven haben perfekte Zähne.

6) Terror­ bomben kommen serienmässig mit einem Leucht­ ziffer­Countdown und werden frühestens zehn Sekunden vor Detonation entschärft.

7) Es gibt einen Parkplatz. Überall. Immer.

8 ) Ist ein Bösewicht richtig sauer, liegt auch eine grosse Kettensäge bereit.

9) Damit der – eigentlich gutmütige – Held richtig losgeht, muss eingangs in einem Akt sinnloser Ge­walt seine Familie ausgerottet / sein Hund geschändet / das Rosenbeet zertrampelt werden.

10) Held und Bösewicht müssen mit einem glaubwürdigen Sympathieträger (z. B. Michael Steiner) sowie dem Gegenteil (z. B. Roger Knüppel) besetzt sein.


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