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	<title>Thomas Haemmerli &#187; Urs Schwaller; Schwaller; Bundesrat</title>
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		<title>Leben wie in Tafers (1712) oder warum Schwaller nie mein Bundesrat sein k&#246;nnte</title>
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		<pubDate>Sun, 23 Aug 2009 18:53:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>haemmerli</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Urs Schwaller; Schwaller; Bundesrat]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Kolumne aus der SonntagsZeitung vom 25.06.2006 Da und dort lese ich, Schwallers Urs sei allseits gesch&#228;tzt und der grosse Hoffnungstr&#228;ger auch der Linken, nix gebe es gegen ihn zu sagen. Pardon, schon vor drei Jahren habe ich in meiner Kolumne dargelegt, warum ich einen verstockten Papisten wie Schwaller nicht mag. Und &#252;brigens in einem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Kolumne aus der SonntagsZeitung vom 25.06.2006<br />
<em>Da und dort lese ich, Schwallers Urs sei allseits gesch&#228;tzt und der grosse Hoffnungstr&#228;ger auch der Linken, nix gebe es gegen  ihn zu sagen. Pardon, schon vor drei Jahren habe ich in meiner Kolumne dargelegt, warum ich einen verstockten Papisten wie Schwaller nicht mag. Und &#252;brigens in einem <a href="http://www.agent-provocateur.ch/upload/movies/AP209S11_VGSTXX_L.mov">experimentellen Polemikvideo </a>nachgelegt. Zwar finde ich den Video nur m&#228;ssig gut, die Auswahl der Politiker aber, gegen die ich dort vom Leder ziehe, war von Schwaller bis Blocher richtig gew&#228;hlt.</em></p>
<p>Die Zahlen dar&#252;ber, wie die Schweizer Bev&#246;lkerung lebt, sprechen eine klare Sprache. Seit vielen Jahren wird weniger geheiratet. Daf&#252;r steigt die Wahrscheinlichkeit, dass nicht der Tod, sondern ein Gericht die Ehegatten scheidet. Und immer &#246;fter gibt es Eltern, die gar nicht erst heiraten.<br />
Das ist gut so, denn es belegt, dass es kein Makel mehr ist, «ein Uneheliches» zu sein. Niemand muss mehr als Effie Briest in einer ungl&#252;cklichen Ehe ausharren. Aber auch die Anti-Ehe-Ideologie ist dahin. Heute d&#252;rfen alle, wie sie wollen.<br />
Allerdings passt das der konservativen L&#228;ndlermehrheit in Bundes- und St&#228;nderat nicht ins verkn&#246;cherte Weltbild. So schmuggelte Riesensparminister Merz in ein unbestrittenes Gesch&#228;ft noch flugs eine generalisierte Ehebelohnung rein, mit der jedes Jahr 270 Millionen verjubelt werden. 2500 Franken «Sozialabzug» (Merz) kann k&#252;nftig jedes Ehepaar bei der Steuer abziehen. Froh &#252;ber diesen Zustupf d&#252;rften etwa Frau Bodmer-Ospel sowie Gemahl Ospel-Bodmer sein. Oder das Ehepaar Ebner, wenn es b&#246;rsenm&#228;ssig wieder unten durch muss. Ganz zu schweigen von den Merz’, die ebenfalls von Hans Rudolf Merz’ Giesskanne profitieren. Keinen «Sozialabzug» gibt es f&#252;r Konkubinatseltern und allein erziehende M&#252;tter. Sorry, aber wer nicht heiraten will, muss f&#252;hlen.<br />
Sekundiert wird Sozial-Merz vom stockkatholischen St&#228;nderat Schwaller aus 1712 Tafers. Oder von SVP-Mann Germann aus Opfertshofen, der einfach bitten m&#246;chte: «Ich m&#246;chte Sie einfach bitten, den Ehepaaren einen Stein in den Garten zu werfen.»<br />
Ich dagegen w&#252;rfe gerne einen Stein gen St&#228;nderat. Die Leistungskantone finanzieren den 4-Milliarden-Agrarwahnsinn der L&#228;ndler. Weitere Steuergelder sichern sich die Schmarotzerkantone mittels Finanzausgleich. Trotzdem sind Tafers und Opfertshofen gegen&#252;ber Z&#252;rich und Basel massiv &#252;bervertreten. Trotzdem hat in einer St&#228;ndeabstimmung ein Urner Bauer so viel zu sagen wie 31 Z&#252;rcher B&#252;rger. (Wer kassiert, der befiehlt!)<br />
Dass dieselben Pappenheimer einem auch noch aufdr&#228;ngen wollen, wie man leben soll, ist eine Zumutung. Und ein Lackmustest wie liberal, modern und urban FDP und CVP-Nationalr&#228;te tats&#228;chlich sind.</p>
<br /><br /><hr />
<small>Autor: <a href="http://www.messiemother.com" >haemmerli</a> </small>]]></content:encoded>
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