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	<title>Thomas Haemmerli</title>
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		<title>Haemmerli schreibt jetzt f&#252;r Westnetz</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Dec 2011 12:57:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>haemmerli</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Da hat es mir doch einen wunderbaren Auftrag an Land gesp&#252;lt. F&#252;r die Verkehrsbetriebe Z&#252;richs, die gerade zwei neue Tramlinien einweihen, betreue ich den Blogger-Bereich der Quartierplattform www.westnetz.ch. Die einzige Vorgabe der VBZ, das Quartie muss abgebildet sein und jeder Blog braucht eine geographische Verankerung. Die dann automatisch mit Haltestellen und Fahrplan verkn&#252;pft wird. Mir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da hat es mir doch einen wunderbaren Auftrag an Land gesp&#252;lt. F&#252;r die Verkehrsbetriebe Z&#252;richs, die gerade zwei neue Tramlinien einweihen, betreue ich den Blogger-Bereich der Quartierplattform <a href="http://www.westnez.ch">www.westnetz.ch</a>. Die einzige Vorgabe der VBZ, das Quartie muss abgebildet sein und jeder Blog braucht eine geographische Verankerung. Die dann automatisch mit Haltestellen und Fahrplan verkn&#252;pft wird. Mir scheint das eine<a href="http://www.westnetz.ch/story/warum-macht-die-vbz-westnetz-ch"> recht unaufdringliche und elegante Form von Marketing.<br />
</a><br />
Und eben habe ich endlich einmal etwas &#252;ber <a href="http://www.westnetz.ch/story/zur-kritik-der-speisekartentexte">Speisekartentexte</a> von mir gegeben.</p>
<br /><br /><hr />
<small>Autor: <a href="http://www.messiemother.com" >haemmerli</a> </small>]]></content:encoded>
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		<title>Haemmerli in der Nationalgalerie in Georgien und in der Nationalgalerie in Prag</title>
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		<pubDate>Sat, 29 Oct 2011 15:51:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>haemmerli</dc:creator>
				<category><![CDATA[#]]></category>
		<category><![CDATA[Fotos]]></category>

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		<description><![CDATA[Drunter machen wir&#8217;s ja nicht mehr. Montag 1. ist Er&#246;ffnung in Tiflis, Georgien. Prag ist noch bis am 13.11. Opening Naturaleza Muerta at National Galerie, Georgia 01.11.2011 / 19:30 / ARTISTERIUM / Rustavelli 11, Tbilisi, Georgia www.artisterium.org Naturaleza Muerta at veletržní palác, National Gallery Prague 05.09-13.11.2011 / UTOPIA ON THE ABYSS Mehr zum ganzen Kunstkrempel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Drunter machen wir&#8217;s ja nicht mehr.</p>
<p>Montag 1. ist Er&#246;ffnung in Tiflis, Georgien. Prag ist noch bis am 13.11.</p>
<p>Opening Naturaleza Muerta at National Galerie, Georgia<br />
01.11.2011 / 19:30 / ARTISTERIUM / Rustavelli 11, Tbilisi, Georgia<br />
<a href="http://www.artisterium.org">www.artisterium.org</a></p>
<p>Naturaleza Muerta at veletržní palác, National Gallery Prague<br />
05.09-13.11.2011 / <a href="http://gumaguar.bloguje.cz">UTOPIA ON THE ABYSS</a></p>
<p><img src="http://thomashaemmerli.ch/wp-content/uploads/2011/10/DSC_0028-A1_alarma_haemmerli_thomas-625x418.jpg" alt="" title="DSC_0028-A1_alarma_haemmerli_thomas" width="625" height="418" class="aligncenter size-medium wp-image-902" /></p>
<p>Mehr zum ganzen Kunstkrempel auf: <a href="http://www.haeml.li">www.haem.li<br />
</a>, wo ein Video alles ganz genau erkl&#228;rt, erl&#228;utert und akkurat besingt.</p>
<br /><br /><hr />
<small>Autor: <a href="http://www.messiemother.com" >haemmerli</a> </small>]]></content:encoded>
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		<title>Tsch&#252;ss SonntagsZeitungs-Kolumne!</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Jul 2011 20:07:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>haemmerli</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Alles muss mal sterben, alls ist mal obsolet. Kolumnen sowieso. Sie sind beliebt (auf jeden Fall bei den Schreibkr&#228;ften), und so dr&#228;ngen stets ambitionierte Seelen darauf, endlich selber kolumnieren zu k&#246;nnen. Deshalb haben bei Chefwechseln oft die alten Kolunnierer &#252;ber die Klinge zu springen, um neuen Kr&#228;ften Platz zu machen. Schon beim Amtsantritt des jetzigen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Alles muss mal sterben, alls ist mal obsolet. Kolumnen sowieso. Sie sind beliebt (auf jeden Fall bei den Schreibkr&#228;ften), und so dr&#228;ngen stets ambitionierte Seelen darauf, endlich selber kolumnieren zu k&#246;nnen. Deshalb haben bei Chefwechseln oft die alten Kolunnierer &#252;ber die Klinge zu springen, um neuen Kr&#228;ften Platz zu machen. Schon beim Amtsantritt des jetzigen SonntagsZeitungs-Chefredakteurs hatte man vernommen, er wolle j&#252;ngere und weiblichere Kolumnisten. (Da kann unsereins beim besten Willen nicht mithalten.) Die Aussage wurde hernach in Abrede gestellt, spielt aber keine Rolle. Ich jedenfalls m&#252;sste mutmassen, was meinen Abgang anbelangt, denn weder von der Chefredaktion noch von meiner Ressortleiterin w&#228;re mir je erkl&#228;rt worden, man sei nicht zufrieden, auch nicht gelegentlich der K&#252;ndigung, die sich lediglich in einem d&#252;rren drei Zeilen Formbrief nieder schlug. Aber man soll Arbeitsverh&#228;ltnisse auch nicht romantisieren.<br />
Ganz ungl&#252;cklich &#252;ber eine Pause bin ich nicht, meist war die Kolumne immer dann zu schreiben, wenn auch sonst alles zusammen kam, wenn in irgend welchen Hotels das Netz nicht funktionierte oder der Strom unterbrochen war, wenn Festivit&#228;ten in Serie lockten oder das Privatleben in Flammen stand. M&#252;hselig war, dass jedes Mal eine andere Kolumen-L&#228;nge galt und das Ding zwischen 1500 bis 3200 Zeichen schwankte. Das erfordert dann komplett andere Geschichten, so dass man kaum je im Voraus texten konnte.<br />
Kolumnen schreibe ich seit zwanzig Jahren, 1998 gr&#252;ndete ich mit Freunden das Stadtmagazin Nizza, wo ich eine boshafte Klatschkolumne hatte und eine Erfahrung machte, die sich durch all die Jahre hindurch ziehen sollte: Eine spitze Bemerkung, die man in einem Presseerzeugnis macht reicht oft aus, dass einem Leute &#252;ber Jahrzehnte als Feinde verbunden bleiben. Das gilt erst recht, wenn man nicht nur spitz bemerkt, sondern zuweilen lustvoll mit der Motors&#228;ge hantiert.<br />
Eine Kolumne, die ich vor sehr langer Zeit im Z&#252;ritipp bestritt, kippte damals Chefredakteur De Weck, weil ich spottete, dass Tamedia (die damals wahrscheinlich anders hiess) alle Putzfrauen rauswarf und gerade stolz die satten Gewinne auswies. Mit HG Hildebrandt schrieb ich eine Kolumne f&#252;r die Schweizer Familie (&#228;h, Woche, wie &#8211; HG &#8211; s. u. mich korrigiert) , bis die das Zeitliche segnete, es gab Kolumnen bei Bonus, bei Kult, eine Video-Kolumne beim Kulturpaltz und in der NZZ eine Technikkolumne namens „Der Elektronomade“. Die musste ich selber k&#252;nden, nachdem die entsprechende Ressortleiterin sich nicht entbl&#246;det hatte, den als Zitat ausgewiesen ersten Satz aus Musils „Mann ohne Eigenschaften“ n&#228;mlich „Woraus bemerkenswerterweise nichts herovrgeht„ zu redigieren. Kurzum, Kolumnen kommen und gehen, mir eilt’s grad nicht. Sporadisch werde ich f&#252;r diesem Blog in die Tasten hauen, eventuell finde ich mal noch Zeit, die gesammelten Reiseanekdoten zusammen h&#228;ngend zu erz&#228;hlen, ausserdem will ein Buch &#252;ber sowjetische Mosaike in Georgien endlich fertig geschrieben werden, im Winter ist in Mexiko ein Dokfilm-Essay zu Ende zu drehen, da und dort stehen Ausstellungen f&#252;r fotographische Arbeiten auf dem Plan, kurzum, ich werde auch k&#252;nftig &#246;ffentlich Laut geben und weiterhin narzisstische Gratifikationsgewinne einfahren d&#252;rfen. Entsprechend danke ich f&#252;rs wohlwollende Interesse.</p>
<p><em><br />
P.S. 1<br />
Ein Mikroersatz hat sich schon eingestellt, eine Kolumne wird k&#252;nftig in &#8220;Der Arbeitgeber&#8221; erscheinen. Nachdem mir meine Dentalhygienikerin erkl&#228;rt hatte, sie lese mich nicht, weil sie lieber die NZZ am Sonntag als die SonntagsZeitung lese, ist es wohl Zeit auf sich an ein wenig h&#246;her positionierte Publikationen ran zu schmeissen.</p>
<p>P.S.2<br />
Zur Kolumne damals in der Schweizer Woche geh&#246;rten Fotos mit wahnsinnig schrillen Outfts, die Willy Spiller schoss und die so aus sahen. (Wir waren jung und brauchten die Aufmerksamkeit.)</p>
<br /><br /><hr />
<small>Autor: <a href="http://www.messiemother.com" >haemmerli</a> </small>]]></content:encoded>
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		<title>Das &#8220;Der Zug ist voll&#8221;-Syndrom</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Jul 2011 18:02:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>haemmerli</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Dichtestress]]></category>
		<category><![CDATA[zehn Millionen Schweiz]]></category>

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		<description><![CDATA[H&#246;re ich das Unwort "Dichtestress", dann murre ich: Reist doch mal nach Taipeh, Saigon, Paris oder Mexiko Stadt, ihr Kretins!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Kolumne aus der <a href="http://www.sonntagszeitung.ch">SonntagsZeitung</a> vom 3.6.2011</p>
<p>„Ja, ich will!“ Wenn Sie mich fragen, und das unterstelle ich ihnen kraft meiner Tastatur, wenn Sie mich also fragen, ob ich eine Schweiz mit zehn Millionen Einwohnern will, antworte  ich &#252;berzeugt „Ja“! Die Frage geistert durch <a href="http://www.radio1.ch/library/podcasts/dl.php?mp3file=radio1-doppelpunkt-20110501-1158.mp3&#038;channel=doppelpunkt">die Debatte, aufgeworfen von zwei </a>Autoren, die in d&#252;steren Farben ausmalen, was alles dr&#228;ut, falls man die Einwanderung nicht stoppe. Als gut abgehangene Boulevardprofis haben <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Eine-ZehnMillionenSchweiz-wird-Realitaet/story/21052252">die Autoren</a> ein feines Sensorium f&#252;r Thesen, die der Kundschaft wohlige Schauer verschaffen. Und liegen damit richtig.<br />
Bis in Milieus, die sonst recht entspannt sind, vernebelt inzwischen die Angst vor Zuwanderung die K&#246;pfe. Gejammert wird wegen dreierlei: Erstens, weil Ausl&#228;nder jetzt auch in gehobenen Berufen arbeiten. Mir f&#228;llt dazu der brillante deutschen Philosoph L&#252;bbe ein, bei dem zu studieren ich das Privileg hatte. Und auf Anhieb w&#252;sste ich diverse Beispiele wo mediokre Schweizer zu Recht durch t&#252;chtigere Leute ersetzt worden sind.<br />
Zweitens geht die Klage, dass Stadtwohnungen zu teuer und der Boden endlich sei. Nat&#252;rlich sind die Wohnungen zu teuer. So pr&#252;ft unsereins gerade, ob das Westeuropahauptquartier nicht besser nach Wien verlegt w&#252;rde. Der hohe Preis h&#228;ngt stark mit der fortschrittsvserdrossen Linken zusammen, die bei jeder Baumh&#252;tte, die abgebrochen wird, aufheult, es w&#252;rden „gewachsene Strukturen“ zerst&#246;rt. Anstatt dass man einfach mehr, und vor allem in die H&#246;he bauen w&#252;rde. Und Boden ist knapp, wenn man bloss in Einfamilienh&#228;usern und viergeschossigen Genossenschaftsbauten denken kann, nicht aber, wenn man sich St&#228;dte wie Hong Kong vor Augen h&#228;lt.<br />
Drittens ist die „Das Boot ist voll“-Paranoia zur&#252;ck. Sie heisst jetzt: „Der Zug ist voll“. Naheliegend w&#228;re ja, mehr Wagons und h&#246;heren Takt zu fordern. Was wir mit den Steuereinnahmen berappen ist offen. Man kann Maurers Ueli Milit&#228;rjets shoppen lassen und jedes Jahr &#252;ber vier Milliarden bei den Bauern, der Schmarotzerklasse par exellence, verlochen. Oder man k&#246;nnte Swissmetro bauen und in einer Viertelstunde von Bern nach Z&#252;rich fahren. Der Zug ist nicht voll, er f&#228;hrt einfach zu wenig. Trotzdem geistert das Unwort vom &#8220;Dichtestress&#8221; herum bis zur gr&#252;nen Partei, die damit das Erbe Valentin Oehens und der Natnonalen Aktion antritt. Ich murre dann: Reist doch mal nach Taipeh, Paris oder Mexiko Stadt, ihr Kretins! Ginge es nach mir, ich wollte nicht die zehn Millionen Schweiz, ich wollte ein zehn Millionen Z&#252;rich.</p>
<p><em><br />
Hiermit verabschiede ich mich nach sieben Kolumnisten-Jahren bei der SonntagsZeitung und danke f&#252;r die Aufmerksamkeit.</em></p>
<p>xxxxxxxxxxxxxxx<br />
Lustig war, dass am Montag nachdem diese Kolumne kam praktisch das Gleiche, einfach braver formuliert, auf der Meinungsseite des TagesAnzeigers stand. Wobei Kommentator B&#252;ttner das Ding wahrscheinlich schon am Samstag geliefert hatte.<br />
Wer&#8217;s noch ein wenig ausf&#252;hrlicher durch argumentiert haben m&#246;chte, dem sei ein lesenswerter <a href="http://www.bilanz.ch/konjunktur/schweiz/zuwanderung-die-panikmacher">Artikel aus der Bilanz empfohlen.</a></p>
<p>P.S.<br />
Ich mag ja sprachlich hypersensibel sein, aber als ich das da sah, dachte ich: Jetzt f&#228;ngt die Migros auch schon damit an. Oder ist das gar als eine Anbiederung an die grossdeutsche Kundschaft zu verstehen?</p>
<div id="attachment_900" class="wp-caption aligncenter" style="width: 427px"><img src="http://thomashaemmerli.ch/wp-content/uploads/2011/07/P1010407Lebensaum-417x625.jpg" alt="" title="Lebensraum!" width="417" height="625" class="size-medium wp-image-900" /><p class="wp-caption-text">Lebensraum! Im Osten der Migros-Kasse.</p></div>
<p>P.S.2.<br />
Die NZZ <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/zuerich/suendenboecke_fuer_den_drohenden_verkehrskollaps_1.11169841.html">stellt klar, wie sich das mit dem vollen Zug genau verh&#228;lt.</a></p>
<br /><br /><hr />
<small>Autor: <a href="http://www.messiemother.com" >haemmerli</a> </small>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Bei den anonymen Seitenspringern</title>
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		<pubDate>Sat, 21 May 2011 17:48:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>haemmerli</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Anonyme Seitenspringer]]></category>
		<category><![CDATA[Arnold]]></category>
		<category><![CDATA[Dominique]]></category>
		<category><![CDATA[Jörg]]></category>
		<category><![CDATA[seitensprung]]></category>
		<category><![CDATA[Sexsüchtig]]></category>

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		<description><![CDATA[ Ich m&#246;chte die neuen Gesichter hier bei den anonymen Seitenspringern und Sexs&#252;chtigen begr&#252;ssen! Damit ihr seht wie’s l&#228;uft...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Kolumne aus der <a href="http://www.sonntagszeitung.ch">SonntagsZeitung</a> vom 22.05.2011<br />
<img src="http://thomashaemmerli.ch/wp-content/uploads/2011/05/P1000009.-438x625.jpg" alt="" title="P1000009." width="438" height="625" class="aligncenter size-medium wp-image-893" /><br />
<strong>J&#246;rg:</strong> Ich m&#246;chte die neuen Gesichter hier bei den anonymen Seitenspringern und Sexs&#252;chtigen begr&#252;ssen! Damit ihr seht wie’s l&#228;uft, fange ich gleich selber an. Mein Name ist J&#246;rg, ich bin Seitenspringer. Schon von Berufs wegen begegnete ich st&#228;ndig allerlei Lausem&#228;dchen, mit denen ich immer sehr schnell sehr warm wurde.<br />
<strong>Arnold:</strong> Des kenn I, da reagiert man wie oan Roboter.<br />
<strong>J&#246;rg:</strong> Ich war von Kopf bis Fuss im Hoch, bis es zu schw&#252;l wurde. Dann hat es ein heftiges Gewitter gesetzt und mir kr&#228;ftig in die Parade geregnet. </p>
<p><strong>Arnold:</strong> Mein Name ist Arnold, ich bin Seitenspringer. Das habe ich meiner Frau gebaaichtet. Dass es noch einen Sohn gibt. Von mir und der Haush&#228;lterin. Ich mein, jede Ehe hat mal Praubleme. Aber da muss man ja nicht gleich hinschmaaissen, gell? Und meine Frau? Packt glai zamm die Koffer und rennt aussi. Ich hob ihr noch nauchgruafn: „Hasta la vista, baby!“<br />
<strong>Dominique:</strong> C’est tout?<br />
<strong>Arnold:</strong> Ich haubs nicht so mit mit Woaten. Aber meine Publizistin &#252;bersetzt immer ganz toll, was ich maaine.<br />
<strong>Dominique: </strong>Alors?<br />
<strong>Arnold:</strong> Maaine Publizistin sagt, mit „Hasta la vista, baby“ wollte ich ausdr&#252;cken, dass ich die Wut und Entt&#228;uschung maainer Familie verstehe und verdiene. Es gibt kaaine Entschuldigung und ich &#252;bernehme die volle Verantwoatung f&#252;r all den Schmerz, den ich verursacht habe.<br />
<strong>J&#246;rg:</strong> Da hats dir z&#252;nftig auf den Seckel geschneit.<br />
<strong>Arnold:</strong> Eh kloar. Und Alimente zahl i a seit mehr ois zehn Joar.<br />
<strong>Dominique:</strong> Wer mit Dienstboten mergt und dabei sein Eigenkapital einschiesst, muss die Risiken tragen.<br />
<strong>J&#246;rg: </strong>Da schmiltz das Verm&#246;gen wie Schnee an der Fr&#252;hlingssonne.<br />
<strong>Dominique:</strong> Aber man kann ja umschulden! Mein Name ist Dominique. Et bon, ich liebe die Frauen. Bin aber schon etwas reifer. Da steigt das Risiko von Performanceeinbr&#252;chen und man muss die Eigentestosteronquote mit Fremdviagra hedgen. Fr&#252;her aber hatte ich ein ganzes Aff&#228;ren-Portfolio, ohlala! Und ging an Default Swap-Parties, wo man die Frau getauscht hat. Die eigene, mein ich.<br />
<strong>Arnold:</strong> Gell, man kann einfach net immer die glaaichen Dutteln sehen. Das ist wie ein Chip im Kopf. Ma braucht hoit auch amol a naaie Akschn.<br />
<strong>J&#246;rg </strong>(schwenkt eine Hand mit Ehering): Also das gibts bei mir nicht mehr! Ich bin jetzt seri&#246;s. Ich bin jetzt verheiratet. Ich mein es ernst.<br />
<strong>Dominique:</strong> Genau. Bis zum n&#228;chsten Mal! </p>
<p><img src="http://thomashaemmerli.ch/wp-content/uploads/2011/05/P1000028--467x625.jpg" alt="" title="P1000028-" width="467" height="625" class="aligncenter size-medium wp-image-892" /></p>
<br /><br /><hr />
<small>Autor: <a href="http://www.messiemother.com" >haemmerli</a> </small>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Die Operation misslang. Der Charismatiker verschied. Oder: Wie ich einmal in Tiflis eine Wohnung kaufte.</title>
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		<pubDate>Sat, 07 May 2011 21:29:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>haemmerli</dc:creator>
				<category><![CDATA[#]]></category>
		<category><![CDATA[Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Ferienwohnung]]></category>
		<category><![CDATA[Georgien]]></category>
		<category><![CDATA[Sowjetunion]]></category>
		<category><![CDATA[Tbilsi]]></category>
		<category><![CDATA[Tiflis]]></category>

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		<description><![CDATA[Als meine Sanit&#228;r-Bastler das Bad einbauen wollten, stellte sich die Hausquerulantin quer und schluchzte, heimisches Kulturgut m&#252;sse gegen fremde Vandalen verteidigt werden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Kolumne aus der <a href="http://www.sonntagszeitung.ch">SonntagsZeitung</a> vom 6.7.2011</p>
<p>Mit Grausen denke ich an die Scherereien, die meine Mutter mit ihrem griechischen Ferienhaus hatte. F&#252;r mich stand immer fest: Nie wieder Ferienhaus! Dann kauften Freunde rechtzeitig Wohnungen in Berlin, Prag oder Budapest, und ich dachte oft: Das h&#228;tte ich auch tun sollen. Letztes Jahr stand ich in Tiflis in einer wohlfeilen Altbauwohnung, allerbeste Lage, neunzig Quadratmeter, vier Meter hohe R&#228;ume, letzte Etage, Balkon. Ein Grossb&#252;rgerhaus unter Denkmalschutz, dessen Wohnungen von den Sowjets in zwei geschnitten wurden, weshalb der Gang mit den Nachbarn geteilt wird. Genauso wie das Klo.<br />
<div id="attachment_881" class="wp-caption aligncenter" style="width: 337px"><img src="http://thomashaemmerli.ch/wp-content/uploads/2011/05/P1060461tabi-327x625.jpg" alt="Tbilisi, Tabidze" title="P1060461tabi" width="327" height="625" class="size-medium wp-image-881" /><p class="wp-caption-text">Letze Etage mit Balkon</p></div><br />
.<br />
<div id="attachment_884" class="wp-caption aligncenter" style="width: 635px"><img src="http://thomashaemmerli.ch/wp-content/uploads/2011/05/P10903481-625x468.jpg" alt="Balkon" title="P1090348" width="625" height="468" class="size-medium wp-image-884" /><p class="wp-caption-text">Balkon</p></div><br />
<div id="attachment_885" class="wp-caption aligncenter" style="width: 635px"><img src="http://thomashaemmerli.ch/wp-content/uploads/2011/05/P1000230view-from-balcony-625x417.jpg" alt="" title="P1000230view from balcony" width="625" height="417" class="size-medium wp-image-885" /><p class="wp-caption-text">Aussicht</p></div><br />
<div id="attachment_882" class="wp-caption aligncenter" style="width: 635px"><img src="http://thomashaemmerli.ch/wp-content/uploads/2011/05/P1000213-625x417.jpg" alt="" title="Das Schlafzimmer" width="625" height="417" class="size-medium wp-image-882" /><p class="wp-caption-text">Das Schlafzimmer</p></div><br />
.<br />
Der Verk&#228;ufer, ein charismatischer &#228;lterer Herr, versprach, mir beim Einbau eines Bades zur Seite zu stehen. F&#252;r den schwachsinnigen Verwandten, der dort hauste, habe er eine neue Wohnung. Wegen einer Operation m&#252;sse er noch nach Israel, danach sei er f&#252;r mich da.<br />
Ich kaufte. Die Operation misslang. Der Charismatiker verschied. Ohne dessen Autorit&#228;t wandelte sich der schwachsinnige Verwandte vom netten und ruhigen Zeitgenossen zum renitenten Auszugsboykotteur. Ich sah mich schon in der Boulevardpresse: „Herzloser West-Geldsack wirft Behinderten auf die Strasse.“ Also redete meine georgische Vertrauensperson, eine studierte Psychologin, wochenlang auf den Mann sowie die weitere Verwandschaft ein, bis die Wohnung &#252;bergegben wurde.<br />
.<br />
Ohne Charismatiker war auch das subtil austarierte Beziehungsnetz mit der Nachbarschaft aus dem Lot. Als meine Sanit&#228;r-Bastler das Bad einbauen wollten, stellte sich die Hausquerulantin quer und schluchzte, heimisches Kulturgut m&#252;sse gegen fremde Vandalen verteidigt werden. Ein Tipp an die Beh&#246;rden machte aus meiner Renovation eine offizielle Sache. Deshalb brauchte es ein kunsthistorisches Gutachten, eine Fotodokumentation, architektonische Pl&#228;ne, diverse Sitzungen sowie viel Geduld. Derweil wurde ich Spezialist f&#252;r postsowjetische Sanit&#228;r-Verh&#228;ltnisse. Die beiden Familien von gegen&#252;ber beispielsweise haben individuelle Klos. Allerdings stehen die zwei Sch&#252;sseln nebeneinander auf einem Podest (Abfliessh&#246;he!), so dass man morgens, zur Bad-Rashhour, Seite an Seite sitzen und simultan, ja synchron def&#228;kieren kann.<br />
<div id="attachment_886" class="wp-caption aligncenter" style="width: 635px"><img src="http://thomashaemmerli.ch/wp-content/uploads/2011/05/P1090774-625x468.jpg" alt="" title="P1090774" width="625" height="468" class="size-medium wp-image-886" /><p class="wp-caption-text">Postsowjetische Klos: Individuell betrieben, r&#228;umlich vereint</p></div><br />
<div id="attachment_887" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><img src="http://thomashaemmerli.ch/wp-content/uploads/2011/05/P1000047-450x625.jpg" alt="Aus dem kunsthistorischen Gutachten" title="P1000047" width="450" height="625" class="size-medium wp-image-887" /><p class="wp-caption-text">Aus dem kunsthistorischen Gutachten</p></div><br />
F&#252;r mein Klo fehlt mir nur noch die Unterschrift einer Nachbarin. F&#252;r die zog ich alle Register. Mit Pathos wie ich es von den Tamadas, den Toastmastern an georgischen Banketten abgeschaut hatte. Ich erkl&#228;rte meine Liebe zum Land und Volke Georgiens, besang die Gastfreundschaft, lobte Tafelfreuden und Wein. Ich versprach, meinen Landsleuten dieses Juwel zu zeigen, wof&#252;r ich aber, bittesch&#246;n, ein separates Scheisshaus ben&#246;tige. Mit warmem L&#228;cheln schob ich eine Gross-Packung Lindt-Schockol&#228;dchen nach. Dass die Nachbarin nicht mehr kategorisch Nein sagt, feierte ich als grossen Sieg.<br />
Mag eine Ferienimmobilie auch kein Hort der Entspannung sein, so ist sie doch das ideale Medium, um sich mit den Finessen einer fremden Kultur vertraut zu machen.</p>
<p>Vermietung (ca. ab 2019)</p>
<p>STATUS QUO:<br />
<div id="attachment_888" class="wp-caption aligncenter" style="width: 635px"><img src="http://thomashaemmerli.ch/wp-content/uploads/2011/05/P1090317-625x468.jpg" alt="" title="P1090317" width="625" height="468" class="size-medium wp-image-888" /><p class="wp-caption-text">Blick ins ehemalige Schlafzimmer</p></div><br />
<img src="http://thomashaemmerli.ch/wp-content/uploads/2011/05/P1090767-625x468.jpg" alt="" title="Viel Gelegenheit, sich mit einer fremden Kultur vertraut zu machen" width="625" height="468" class="aligncenter size-medium wp-image-889" /></p>
<br /><br /><hr />
<small>Autor: <a href="http://www.messiemother.com" >haemmerli</a> </small>]]></content:encoded>
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		<title>Azyklisch in Abchasien</title>
		<link>http://thomashaemmerli.ch/2011/04/azyklisch-in-abchasien/</link>
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		<pubDate>Sat, 23 Apr 2011 20:53:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>haemmerli</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Kolumne]]></category>

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		<description><![CDATA[Als georgischer Spion in Abchasien.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Kolumne aus der <a href="http://www.sonntagszeitung.ch">SonntagsZeitung</a> vom 24.4.2011</p>
<p>Als Reisender bevorzuge ich das Azyklische. Worum der gemeine Tourist einen grossen Bogen macht, da fahre ich hin. Den Libanon besuchte ich als Israel sporadisch bombardierte, und Touristen als Helden galten. W&#228;hrend der zweiten Intifada war ich in Israel, und beschritt praktisch alleine den Kreuzgang. (Dass die Beh&#246;rden meinen Koffer sprengten war bedauerlich, bescherte mir aber eine h&#252;bsche Anekdote.) K&#252;rzlich war ich in Acapulco, wo wegen des Drogenkrieges kaum G&#228;ste kommen, man aber wie ein K&#246;nig behandelt wird. Und st&#252;nde mir der Sinn jetzt nach Ferien, so reiste ich stracks nach Tunesien oder &#196;gypten.<br />
Nun arbeite ich an einem Buch &#252;ber sowjetische Mosaiken in der Schwarzmeerregion und wollte deshalb auch Abchasien, der abtr&#252;nnigen oder ehemaligen georgischen Provinz am schwarzen Meer, die sich zum Staat erkl&#228;rt hat, und bislang von Russland, Nicaragua, Venezuela und einem dieser Inselstaaten anerkannt ist. W&#228;hrend der Sowjetzeit hatte Stalin dort mehrere Datschen, die Gegend galt als „rote Riveria“ und „tropisches Paradies“. Dann folgten kriegerische Wirren, und <a href="http://www.eda.admin.ch/eda/de/home/reps/eur/vgeo/rhgeo.html">bis heute r&#228;t das EDA von Reisen dringend ab</a>. Perfekt f&#252;r azyklsichen Tourismus, dachte ich, als ich meine Badehose in den Koffer schmiss.<br />
Nun besteht Georigen darauf, dass man nach Abchasien nur via Georgien ein- und ausreist, was ich – brav wie ich bin – selbstverst&#228;ndlich befolgte. So fand ich mich an der Waffenstillstandslinie/Grenze wieder, wo ein Westler, dessen grosser Rimova-Koffer &#252;ber den Asphalt scheppert, eine kleine Sensation ist. Entsprechend galt es den georgischen Beh&#246;rden zu erkl&#228;ren, was man hier macht. Zum Gl&#252;ck spricht meine Koautorin Alena Boika Russisch, ohne das man hier verloren w&#228;re. Boika erkl&#228;rte und erkl&#228;rte und erkl&#228;rte, derweil ich ein wenig bang die schrankgrossen Kerls be&#228;ugte, die sich sehr f&#252;r unsere Koffer zu interessieren schienen. (Ich mag in so Momenten kaum dran denken, wie viele Durchschnittsl&#246;hne in meinem Rucksack stecken in Form von Kameras, dem schnittigen Laptop und dem brandneuen Smartphone.) Dann durften wir ins Niemandsland los und w&#228;hlten Businessclass: Ein Pferdefuhrwerk, dass wir mit Kartons voll „Frozen Fish/Newzealand“ teilten. (Das Meer dort ist nicht nur schwarz, es ist auch ziemlich tot.) </p>
<p>Es hagelte, und ich verfluchte mich, dass ich das grossz&#252;gige Angebot meines georgischen Fahrers, mir seine Jacke zu &#252;berlassen, mit Verweis aus seinen Schnupfen ebenso grossm&#252;tig ausgeschlagen hatte. „In zwei Stunden flaniere ich ja eh an der roten Riviera“, hatte ich mir gesagt. </p>
<p>Dann steckten wir am Posten der Abchasier fest und froren bitterlich. Es stellte sich heraus, dass die Information aus dem abchasischen Aussenministerium, dass eine Weissrussin keinen Visaantrag brauche, falsch gewesen war. Mit betr&#228;chtlichen Roaming-Kosten und dank diplomatischer Interventionen von Turgut, bei dessen Frau Julie ich in Z&#252;rich Sandwichs kaufe, kamen wir dann noch &#252;ber die Grenze. Dummerweise war der georderte Fahrer statt hier, an der Grenze/Waffenstillstandslinie zu Georgien, an die russische Grenze gefahren. So verf&#252;gten wir uns in die einzige Kneipe, wo schwere Trinker beim Vodka sassen, und mich sofort an Ihren Tisch luden.<br />
In Suchum/i (Suchumi ist die korrekte georgische Bezeichnung, Suchum ist russisch und wird von den Abchasiern bevorzugt), in der Hauptstadt also, lieft mir ein gestrandeter Journalist des Playboy zu, der – passend &#8211; noch weniger Textilien bei sich hat als ich, und der mich sofort anpumpte, weil Kreditkarten in Abchasien nicht funktionieren. Der Mann schreibt sonst Romane und recherchiert eine Geschichte &#252;ber die Affen-Kolonie. Die Affen spielten eine Rolle in einem stalinistischen Geheimprojekt als man versuchte, Affen und Menschen zu kreuzen, um eine Art Arbeitsrasse her zu stellen. F&#252;r die Versuche wurden Gefangene des stalinistischen Terrors verwendet, f&#252;r Details hoffe ich auf den Playboy.<br />
Dann kam ein Anruf, dass der gegl&#252;ckte Grenz&#252;bergang nachtr&#228;glich legalisiert werden m&#252;sse. Und es startete ein Hindernislauf durch die kafkaesken M&#252;hlen der B&#252;rokratie. So ein Fall war noch nicht vorgekommen und wir landeten bei einem h&#246;flichen Menschen der Sicherheitstruppe, der uns in einem Verh&#246;rzimmer genaustens ausfrage. Das heisst, Alena Boika ausfragte, weil ich kein Russisch und die Beh&#246;rde kein Englisch kann.<br />
Wie sch&#246;n die Gegend sein k&#246;nnte, l&#228;sst sich leicht ausmalen. Aber seit ich hier bin, sch&#252;ttet es, und unsereins friert sich den Allerwertesten ab. Heiss wurde mir bloss, als beim Markt ein aufgebrachter Pulk uns als „gruschni spion“, als georgische Spione enttarnt zu haben glaubte.<br />
Und reum&#252;tig muss ich dem gemeinen Touristen attestieren, dass er weise handelt, wenn er nicht ausgerechnet im April nach Abchasien f&#228;hrt.<br />
.<br />
Inzwischen ist mit dem Beh&#246;rden alles im Reinen, morgen geht&#8217;s zur&#252;ck nach Georgien, bzw. georgisch Georgien, wir beten, die Grenzg&#246;tter m&#246;gen uns g&#252;nstig gestimmt sein. Und werden aussergew&#246;hnliche Vorf&#228;lle getreulich hier vermelden sowie Fotos hochchladen &#8211; sobald es wieder anst&#228;ndiges Web gibt.   </p>
<br /><br /><hr />
<small>Autor: <a href="http://www.messiemother.com" >haemmerli</a> </small>]]></content:encoded>
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		<title>SRG! Internet marsch!</title>
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		<pubDate>Sun, 10 Apr 2011 10:08:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>haemmerli</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Kolumne]]></category>
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		<category><![CDATA[Verleger]]></category>

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		<description><![CDATA[Warum der kleine Mann von der Strasse (also ich), dringend den Ausbau des SRG-Internetauftrittes braucht und das Archiv gerne im Netz s&#228;he. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Kolumme aus der <a href="http://www.sonntagszeitung.ch">SonntagsZetiung</a> vom 10.4.2011<br />
Thomas Held, Ex-Direktor von Avenir Suisse, sagte mir, noch immer habe er wahnsinnig viel zu tun. Und ich w&#252;sste ja, auch noch jede Woche seine Kolumne. Mein Name war Hase, ich hatte keinen Schimmer. „Die Kolumne im „Magazin“!“, sagte Held. Nun lese ich das „Magazin“ nicht mehr, seit die Texte digital nur mehr per Ipad oder Iphone und auf <a href="http://www.dasmagazin.ch">der Homepage</a> gar nicht mehr zu haben sind. Mir kommen keine Apple-Produkte in die gute Stube! Und sogenannte Printprodukte lese ich nur digital. Was im Netz nicht statt findet, geht an mir vorbei.<br />
.<div id="attachment_872" class="wp-caption aligncenter" style="width: 631px"><img src="http://thomashaemmerli.ch/wp-content/uploads/2011/04/sogenannte-printpresse-621x625.jpg" alt="Sogenannte Printpresse" title="sogenannte printpresse" width="621" height="625" class="size-medium wp-image-872" /><p class="wp-caption-text">Sogenannte Printpresse</p></div><br />
.<br />
Gleich verh&#228;lt es sich mit dem TV. Unl&#228;ngst zappte ich mich das erste Mal seit Monaten durchs Cablecom-Angebot. Es war grauenhaft. Langweilig. Verstaubt. Altmodisch. Antiquiert. Ich war entsetzt, dass man nicht anhalten, nicht vor- oder zur&#252;ckspulen kann. Ich war emp&#246;rt, dass allerorten irgendein Schrott l&#228;uft, statt pr&#228;zise das, wonach mir, K&#246;nig Kunde, gerade der Sinn steht. Es ist schon einige Jahre her, seit ich TV-Apparate weder benutze noch besitze. Und so manche Bekannte sagen mir dasselbe: In ihrem Leben spielt die Glotze keine Rolle mehr.</p>
<p>.<br />
<div id="attachment_873" class="wp-caption aligncenter" style="width: 605px"><img src="http://thomashaemmerli.ch/wp-content/uploads/2011/04/Tsch&#252;ss-Telli.jpg" alt="" title="Tsch&#252;ss Telli!" width="595" height="396" class="size-full wp-image-873" /><p class="wp-caption-text">Tsch&#252;ss Telli!</p></div><br />
.</p>
<p>Was nicht heisst, dass man nie mehr fernsieht. Man konsumiert Fernseh- und Radiosendungen einfach am Computer oder Smartphone. Technik entwickelt sich, und wer ihre letzten Segnungen kennt, will nie mehr zur&#252;ck. Nun <a href="http://www.journal21.ch/einmal-mehr-attacke-der-zeitungsverleger-gegen-das-fernsehen">lese ich (im Internetz)</a> st&#228;ndig, die <a href="http://www.aargauerzeitung.ch/wirtschaft/verleger-wehren-sich-gegen-das-online-angebot-der-srg-106330472">Verleger zeterten</a>, weil die SRG ihr Internetangebot ausbauen will. Geb&#252;hren finanziere Produkte d&#252;rften die Internetseiten der Verlage nicht konkurrenzieren. Das <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/medien/verleger_srg_1.10024433.html">st&#252;nde so nicht in der Konzession </a>etc. pp. Wer in der Debatte zwischen Verlegern und der SRG komplett vergessen geht, ist der kleine Mann von der Strasse. (Also ich.) Und der sagt: Wenn der B&#252;rger mit seinen Konzessionsgeldern TV und Radio berappt, dann soll er bittesch&#246;n das Zeugs auch konsumieren k&#246;nnen. Nicht bloss, wenn es gerade &#252;ber den Kanal flimmert, sondern dann, wenn er Zeit, Lust und Interesse hat. Und dass die SRG im Netz, wo das Zeit-Korsett des Programms wegf&#228;llt, mehr bieten muss, etwa ungeschnittene Interviews, das liegt auf der Hand. Alles andere w&#228;re Unsinn und Verrat an den Konzessionszahlern. Auch wenn es noch lange Menschen geben wird, die eine Apparatur lieben, bei der man nie ein update runter laden muss und nur gerade die Wahl zwischen laut/leise, ein/aus, und weiterzappen hat.<br />
.<br />
<div id="attachment_875" class="wp-caption aligncenter" style="width: 416px"><img src="http://thomashaemmerli.ch/wp-content/uploads/2011/04/P1070135--406x625.jpg" alt="" title="P1070135-" width="406" height="625" class="size-medium wp-image-875" /><p class="wp-caption-text">Tbilisi, 9. April</p></div><br />
.<br />
<div id="attachment_876" class="wp-caption aligncenter" style="width: 635px"><img src="http://thomashaemmerli.ch/wp-content/uploads/2011/04/P1070136--625x533.jpg" alt="TV-Head" title="P1070136-" width="625" height="533" class="size-medium wp-image-876" /><p class="wp-caption-text">Detail: Hurra!</p></div>.<br />
Ein <a href="http://www.persoenlich.com/news/show_news.cfm?newsid=93086">bestechender Vorschlag</a> stammt &#252;brigens vom Verleger dieses Blattes (Halten zu Gnaden!): Die SRG-Archive sollen f&#252;r die Privaten frei zug&#228;nglich werden. Genau. Da Speicherkapazit&#228;t immer billiger wird, k&#246;nnte man sehr wohl das ganze Archiv einfach ins Netz stellen. Gratis f&#252;r jedermann. Sollte Televisionsvision&#228;r De Weck den dringend gebotenen Ausbau der SRG im Netz bewerkstelligen, wird er mein Held. So wahr ich Thomas heisse.                     </p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<br />
Ein paar Links, die den Trend weg vom TV-Apparat hin zum Online-Konsum belegen, <a href="http://www.textually.org/tv/archives/cat_the_threat_to_big_media.html">finden sich hier. </a><br />
<a href="http://www.wackyarchives.com/featured/what-you-can-do-with-your-old-tv-set.html">So baut man aus seinem alten Fernseher ein Aquarium</a>.<br />
<div id="attachment_874" class="wp-caption aligncenter" style="width: 635px"><img src="http://thomashaemmerli.ch/wp-content/uploads/2011/04/A-Fish-Tank-Made-Out-of-Old-TV-18-625x575.jpg" alt="" title="A-Fish-Tank-Made-Out-of-Old-TV-18" width="625" height="575" class="size-medium wp-image-874" /><p class="wp-caption-text">Fernseher zu Aquarien</p></div><br />
Ein Paradebeispiel f&#252;r eine chaotische, <a href="http://www.drs.ch">lausig gemachte Seite in Sachen online Konsum, ist www.drs.ch.</a> Vorbildlich einfach gemacht ist dasgegen die Seite von Schawinskis Radio1, <a href="http://www.radio1.ch/podcasts/doppelpunkt/">dessen Doppelpunkt</a> ich meistens herunter lade. Auch wenn der grosskotzige Superlativ &#8220;legend&#228;rdste Talkshow der Schweiz&#8221; Schwachsinn ist, und leider nur inkonsequent beschrieben wird, wer die Eingeladenen sind. (Wenn man schon die legend&#228;rste Talkshow der ganzen Nation ist, sollte man beim Podcast in zwei S&#228;tzen sagen, wer beispielsweise Gerold Lauber ist. N&#228;mlich ein m&#228;ssig bekannter Stadtrat von Z&#252;rich.)</p>
<br /><br /><hr />
<small>Autor: <a href="http://www.messiemother.com" >haemmerli</a> </small>]]></content:encoded>
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		<title>Eat Pray Love oder Vom alleine essen</title>
		<link>http://thomashaemmerli.ch/2011/03/eat-pray-love-oder-vom-alleine-essen/</link>
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		<pubDate>Sat, 26 Mar 2011 16:45:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>haemmerli</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Eat Pray Love]]></category>
		<category><![CDATA[Julia Roberts]]></category>
		<category><![CDATA[Kronenhalle]]></category>
		<category><![CDATA[Minor]]></category>
		<category><![CDATA[Piratebay]]></category>

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		<description><![CDATA[In der Hauptrolle Julia Roberts, bei der mir immer scheint, ein &#228;usserst expressives Achtzgier-Jahre-Malerrgenie m&#252;sse ihr diese &#252;berdimensionierten Lippen ins Gesicht geschmiert haben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Kolumne aus der SonntagsZeitung vom 27.03.2011</p>
<p>Es gibt Filme, da ist mir selbst der Aufwand zu gross, sie schnell bei Piratebay herunter zu laden. Die sehe ich mir bloss auf den Minildschirmen &#228;lterer Flugzeuge an. Frauenfilme zum Beispiel. Wer sich zur Damenwelt gedr&#228;ngt f&#252;hlt, sollte auch ein wenig Frauenversteher sein. Da helfen “Ally McBeal”, “Sex &#038; the City”, “Desperate Housewives” oder “Bridget Jone’s Diary”. Also sah ich mir gestern bei British Airways<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Eat_Pray_Love"> „Eat Pray Love“</a> an. Schon das Buch war allgegenw&#228;rtig und 187 Wochen auf der Bestsellerliste der New York Times. Es verhandelt die Reise einer frisch Geschiedenen durch Italien, Indien und Indonensien und wurde zum notorischer Frauenfilm mit allem,was dazu geh&#246;rt: Mit vielen, mit sehr vielen Kerzen. Mit Yoga. Mit Wellness und esoterischem Summs. Mit schnittigen sudl&#228;ndischen Lovern, die triefen vor lauter Romantik. (Im realen Leben ist dieser Typus inexistent. Oder homosexuell.) In der Hauptrolle Julia Roberts, bei der mir immer scheint, ein &#228;usserst expressives Achtzgier-Jahre-Malergenie m&#252;sse ihr diese &#252;berdimensionierten Lippen ins Gesicht geschmiert haben. Kurzum, ein etwas langweiliger Frauenfilm. Loben aber muss man die Szene, in der <a href="http://www.youtube.com/watch?v=Cm7E81pVsiM">Roberts alleine im Speiselokal sitzt </a>und sich gen&#252;sslich einen Teller Pasta reinschaufelt.<br />
.<br />
K&#252;rzlich gab es in Little Big Gr&#246;ssenwahn aka Z&#252;rich ja <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/stadt/Laptops-sind-in-der-Kronenhalle-unerwuenscht-/story/29870975">eine Minidebatte,</a> weil ein Direktor der <a href="http://www.kronenhalle.com/">Kronenh&#246;lle </a>(dem Nobelrestaurant mit dem lausigen Preis-/Leistungsverh&#228;ltnis in Sachen Wein) einen Gast gemassregelt hatte, wegen des Lesens eine Zeitung auf einem Labtop. Im Tagesanzeiger vermeldete darauf eine Frau Minor zustimmend, ein Labtop am Nebentisch st&#246;re sie einfach. Und Ernst Bachmann, Boss von Gastro Z&#252;rich, bef&#252;rchtete den Niedergang der Geselligkeit. Was f&#252;r Kanaillien! Eine meiner gr&#246;ssten Feuden ist es, alleine essen zu gehen. W&#228;hrend ich mir „Eat Pray Love“ antat, wusste ich schon, angekommen in Z&#252;rich, w&#252;rde ich in schnurstracks in meine Stammkneipe gehen. Fast alleine! Begleitet nur von Lekt&#252;re. Sowie von zwei Ohrst&#246;pseln, falls jemand von Frau Minors Format am Nebentisch vor sich hin schwadronieren sollte. Man geht ins Restaurant, weil man nicht selber kochen will. Nicht weil man zwingend Geselligkeit br&#228;uchte. Fast alle meine Kolumnen entstehen in meinem Lieblingslokal. Und ich wundere ich mich &#246;fters, dass in Z&#252;rich so wenig Leute alleine essen sehe. Zumal die Mehrheit der Bev&#246;lkerung alleine lebt. In Wien oder Paris etwa, sieht das ganz anders aus. Aber die Z&#252;rcher sind da halt ein wenig verklemmet. Und dass der Kronenh&#246;llechef noch nicht weiss, dass Zeitungen heute digital sind, best&#228;rkt mich bloss, dort weiterhin h&#246;chstens einzukehren, wenn sehr gute Freunde unbedingt darauf bestehen.</p>
<br /><br /><hr />
<small>Autor: <a href="http://www.messiemother.com" >haemmerli</a> </small>]]></content:encoded>
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		<title>Kolumnieren. Ein Selbstversuch.</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Mar 2011 01:42:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>haemmerli</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Charlie Sheen]]></category>
		<category><![CDATA[Ein Selbstversuch;]]></category>

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		<description><![CDATA[Statt das ein Journalist irgendwelche Kretins befragt, die eh kaum sagen k&#246;nnen, was ihnen so durch die R&#252;be scheppert, macht ers gleich selber und nennt es dann geschwollen „Ein Selbstversuch“. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Kolumne aus der <a href="http://www.sonntagszeitung.ch">SonntagsZeitung</a> vom 13.8.2011</p>
<p>Es ist, ja, gopferteli, ich bin mir sicher, es ist, nein, kein M&#228;dchen. Es ist: ein Trend! Und der geht so: Statt dass ein Journalist irgendwelche Kretins befragt, die eh kaum sagen k&#246;nnen, was ihnen so durch die R&#252;be scheppert, macht ers gleich selber und nennt es dann geschwollen «Ein Selbstversuch». Und weils den Journalisten zum Buche dr&#228;ngt, wird der Selbstversuch gerne auf ein Jahr ausgedehnt. Raus kommt dann «Mein Jahr im Kloster», wo verbl&#252;ffende Lebensweisheiten enth&#252;llt werden, etwa, dass ein Tag ohne Handy geruhsamer verl&#228;uft als einer mit, wo aber auch kritisch der gef&#252;rchtete Rosenkranz-Ellbogen Thema ist.<br />
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Dabei hatte das Genre respektabel begonnen. 1961 berichtete <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/John_Howard_Griffin">John Howard Griffin</a> in <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Black_Like_Me">„Black like me“</a> wie er verkleidet als Schwarzer durch die rassisch segregierten S&#252;dstaaten reiste. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%BCnter_Wallraff">G&#252;nter Wallraff </a>arbeitete undercover beim Revolverblatt „Bild“und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ganz_unten">beschrieb als T&#252;rke Ali</a> Deutschland aus der Underdog-Perspektive.<br />
Heute sind die Selbstversuche beliebig, dauern daf&#252;r meist ein Jahr. <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/A._J._Jacobs">A.J. Jacobs</a> rapportiert ein Jahr, in dem er die gesamte Encyclopedia Britannica las, gefolgt von einem Jahr, in dem er streng gem&#228;ss der Bibel lebte. Ein Herr Brown setzte sich in den Kopf, w&#228;hrend 100 Tagen geschlechtlich mit der Gattin zu verkehren.T&#228;glich. Das mag Frischvem&#228;hlten banal erscheinen, die Browns haben aber 14 Ehejahren auf dem Buckel. Da reicht die Seuxalappetenz meist nicht mehr sehr weit. Herr Brown aber stierte eheliche Pflichten in Permanenz durch und publizierte danach ermattet: <a href="http://search.barnesandnoble.com/Just-Do-It/Douglas-Brown/e/9780307406972">„Wie ein Paar den TV aus- und f&#252;r 101 Tage das Sexleben einschalte (Keine Entschuldigung!)</a>“. Mit Grausen stell man sichs vor. Satan fl&#252;stert verf&#252;hrerisch: „Einfach einschlafen.“ Frau Brown bettelt wolll&#252;stig: „Lass uns einen Krimi sehen!“ „Nix da!“ donnert Brown. „Apage Satanas! Jetzt wird Ehe vollzogen!“<br />
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Deutsche Varianten heissen <a href="http://theintelligence.de/index.php/feuilleton-/buch-rezensionen/115-sachbuch/2231-wie-ich-mal-rot-wurde-mein-jahr-in-der-linkspartei-.html">&#8220;Wie ich mal rot wurde &#8211; Mein Jahr in der Linkspartei</a>“ und „<a href="http://www.fischerverlage.de/sixcms/media.php/308/LP_978-3-502-15196-8.pdf">Das Happiness-Projekt</a>: Oder: Wie ich ein Jahr damit verbrachte, mich um meine Freunde zu k&#252;mmern, den Kleiderschrank auszumisten, Philosophen zu lesen und &#252;berhaupt mehr Freude am Leben zu haben [Gebundene Ausgabe]“. Gebunden wollen wir gerne glauben, auf ein Taschenbuch h&#228;tte ein solcher Bandwurmtitel kaum gepasst. Und um &#252;berhaupt mehr Freude am Leben zu haben, muss ich die Lekt&#252;re verweigern und mutmasse, dass brenzlige Probleme verhandelt werden wie „Mag mich Markus?“„Soll ich das Fruit-of-the-Loom-T-Shirt behalten?“ Dagegen l&#228;se ich gerne: „Das Happiness-Projekt. Oder: Wie ich ein Jahr damit verbrachte, mich um zwei Pornostarletts zu k&#252;mmern, meine Nasenscheidewand ausmisten, meinen Feinden die Leviten zu lesen und &#252;berhaupt viel Spass zu haben. Ein Selbstversuch von Charlie Sheen.“ </p>
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Die Lektr&#252;e von &#8220;Black Like Me&#8221; verdanke ich der Englischlehrerin im Gymnasium. Das Buch machte mir grossen Eindruck und ist unvergessen. Unl&#228;ngst las ich, wie massiv Griffin nach der Publikation von rassistischen Arschl&#246;chern drangsaliert und bedroht wurde, genaueres entnimmt man dem Vorwort der neueren Ausgaben.<br />
Die beiden B&#252;cher von A.J. Jacobs sind etwas langf&#228;dig, <a href="http://www.esquire.com/ESQ0905OUTSOURCING_214">hochlustig aber ist ein Esquire-Text,</a> der beschreibt wie Jacobs versucht, alle privaten und beruflichen Obliegenheiten nach Indien out zu sourcen. </p>
<br /><br /><hr />
<small>Autor: <a href="http://www.messiemother.com" >haemmerli</a> </small>]]></content:encoded>
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