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	<title>Thomas Haemmerli</title>
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		<title>Kunta Kinte Schneider-Amman</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Aug 2010 21:14:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>haemmerli</dc:creator>
				<category><![CDATA[#]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer wollte Heidi Abel den Einzug in den Bundesrat verwehren?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Kolumne aus der <a href="http://www.sonntagszeitung.ch">SonntagsZeitung </a>vom 29.8.2010</p>
<p>In Sachen Ferien hat&#8217;s der Politiker nicht einfach. Selbst US-Pr&#228;sident Obama musste samt T&#246;chterchen <a href="http://derstandard.at/1280984708669/Beruhigung-Obama-Straende-sind-sauber">demonstrativ im &#214;l verschmutzten Golf von Mexiko baden,</a> und wurde dennoch <a href="http://www.bunte.de/society/barack-und-michelle-obama-in-ferienlaune_aid_19429.html">gescholten, </a>weil er danach zur gehobeneren Martha&#8217;s Vineyard fuhr. Obama k&#246;nnte als Obdachloser Ferien machen und seine Familie aus Abfallk&#252;beln ern&#228;hren, man w&#252;rde ihm vorwerfen, mit seinen langen Armen &#252;bervorteile er arme US-B&#252;rger beim Fischen nach Essbarem. Kurzum, Ferien sind ein hochpolitischer Akt, der wohlbedacht sein will.<br />
Leider ist diese Chance von unseren Bundesratsaspiranten verpasst worden, die sich bloss hinter der Floskel verschanzen, alles mit der Familie besprechen zu wollen. („Schatz, du kriegst die Limo von Ex-Bundesratsk&#246;nigin Silvia Blocher.“)<br />
Nehmen wir <a href="http://www.karin-keller-sutter.ch/">Karin Keller-Sutter,</a> welcher der Ruf anh&#228;ngt, kn&#252;ppelhart und eine ebenso eiskalte Blondine zu sein wie Sharon Stone in „Basische Instinkte“. (Leider ohne so cool, <a href="http://www.metacafe.com/watch/81231/sharon_stone_basic_instinct_love_scene/">sexy</a> &#038; Rock&#8217;n'Roll zu wirken wie die Stone). Keller-Sutter w&#228;re es gut angestanden, h&#228;tte sie sich in den Ferien weichherziger positioniert. Tele St.Gallen prrrrrrrrrrrr&#228;sentiert: „Karin Keller-Sutter in: &#8216;Ein Herz f&#252;r ausgesetzte Tiere&#8217;“. Keller-Sutter: „D&#228; Max isch &#228;s herzigs Basterli, &#228;chli sch&#252;ch aber sehr ah&#228;nglich, wenn er es nois Herrli oder Fraueli&#8230; “. Na? Wer wollte in Zeiten des Bruderzwists <a href="http://als.wikipedia.org/wiki/Heidi_Abel">Heidi Abel </a>den Einzug in den Bundesrat verwehren?<br />
.<br />
<a href="http://www.jnschneider.ch/t3/">Johann Schneider-Ammann </a>dagegen, der altersm&#228;ssig am Ablaufdatum entlang schrammt, h&#228;tte sich der Lifestylefraktion beliebt und ein wenig verj&#252;ngen k&#246;nnen. Etwa so: Bundesratshoffnung Schneider-Ammann blickt &#252;ber den Rand seiner Ray-Ban-Sonnenbrille, die geschickt vertuscht, ob der frische Look nun Botox oder dem Skalpell geschuldet ist. Vergn&#252;gt zeigt er seine neusten Adoptionen: „Hier im Laufgitter ist Fatima Schneider-Ammann aus Pakistan, dies ist <a href="http://www.youtube.com/watch?v=H_A2o8ICcIQ">Kunta Kinte</a> Schneider-Amman aus dem Kongo.“ Der frischgebackene Daddy  wechselt routiniert Kunta Kintes Windeln und verr&#228;t exklusiv gegen&#252;ber dem <a href="http://www.google.ch/url?q=http://blog.tagesanzeiger.ch/mamablog/&#038;sa=U&#038;ei=X3p5TP_YHs-ksAb_5tSCDw&#038;ved=0CBcQFjAA&#038;usg=AFQjCNGBrwZUdHsOLnd7_gHySRpbdopzaQ">Papa-Blog </a>der SonntagsZeitung: „Ich habe mir die Aszendenten aller neuen Kinder auf die Innenschenkel t&#228;towieren lassen. Nat&#252;rlich ist gerade f&#252;r mich als jungen Familienvater die Staatsverschuldung ein Top-Anliegen. Deshalb ist es mir Verpflichtung und Auftrag zugleich, in den Ferien mit Fatima und Kunta Kinte meine allf&#228;llige Kandidatur intensiv zu besprechen.“ </p>
<p>.</p>
<p>N&#228;chste Woche an dieser Stelle: <a href="http://www.sommaruga.ch/">Simonetta Sommaruguas</a> Tagebuch: „N&#228;her beimDER Konsument(e)In. Mein Sommerferienjob als <a href="http://www.unia.ch/news_aktionen.9.0.html?&#038;no_cache=1&#038;tx_ttnews[tt_news]=6025&#038;tx_ttnews[backPid]=1&#038;cHash=df3dd5cc4d">Unia-Kassiererin</a> bei Aldi.“   </p>
<br /><br /><hr />
<small>Autor: <a href="http://www.messiemother.com" >haemmerli</a> </small>]]></content:encoded>
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		<title>Die verschn&#252;rte Braut</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Aug 2010 05:44:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>haemmerli</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Brautraub]]></category>
		<category><![CDATA[Georgien]]></category>
		<category><![CDATA[Kaukasus]]></category>
		<category><![CDATA[Kurban Said]]></category>

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		<description><![CDATA[&#220;ber Brautraub im Kaukasus.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Kolumne aus der <a href="http://www.sonntagszeitung.ch">SonntagsZeitung</a> vom 15.08.2010<br />
In Georgien begegnete mir die K&#252;nstlertruppe <a href="http://www.slavsandtatars.com/works.php?id=52">Slavs and Tartars,</a> die sich mit alten kaukasischen Mythen wie dem Brautraub besch&#228;ftigt. Brautraub geh&#246;rt mit dem Harem zu den Orient-Sagas, die im Abendland stets schw&#252;le Fantasien weckten.<br />
<img src="http://thomashaemmerli.ch/wp-content/uploads/2010/08/P1040533Frauen-Georgien-417x625.jpg" alt="" title="Frauen in Georgien" width="417" height="625" class="aligncenter size-medium wp-image-798" /></p>
<p>Allerdings fiel mir unl&#228;ngst eine Studie aus dem Sizilien der F&#252;nfziger in die H&#228;nde. Da klang alles genau gleich: Eine religi&#246;s umnachtete Hinterw&#228;ldlerkultur verlangt, dass Frauen nur mit intaktem Jungfernh&#228;utchen heiraten k&#246;nnen. Deshalb verschleppen Testosteron-geladene junge M&#228;nner gewaltsam die Begehrte und vollziehen pr&#228;ventiv die Ehe, um sich als einziger m&#246;glicher Gatte zu pr&#228;sentieren. Abh&#228;ngig von Statusfragen, dem Temperament der Gesch&#228;ndeten sowie dem Verhandlungsgeschick des Entf&#252;hrers bieten sich drei Auswege an: Die junge Frau nimmt sich das Leben. Ihre Familie beginnt eine Vendetta. Oder es wird halt geheiratet.</p>
<p><img src="http://thomashaemmerli.ch/wp-content/uploads/2010/08/P1030896georgien-bei-tchichatura-417x625.jpg" alt="" title="Georgien bei Tchichatura" width="417" height="625" class="aligncenter size-medium wp-image-797" /></p>
<p>Mit meinem Fremdenf&#252;hrer, einem gebildeten Germanisten, der f&#252;r mich simultan &#252;bersetzte und in den Pausen Balzac verschlang, fuhr ich durch den Kaukasus. Ich las «Ali und Nino», <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Essad_Bey">Kurban Saids</a> ber&#252;hmten Roman aus Baku, in dem die Widrigkeiten einer regul&#228;ren Eheschliessung beschrieben sind. Des Br&#228;utigams Feinde beten, er m&#246;ge von Impotenz befallen werden, derweil seine Freunde Gegenbeschw&#246;rungen fl&#252;stern. Im Schlafzimmer erscheint die Braut verschn&#252;rt in einem Saffianlederkorsett, das von komplizierten Knoten zusammengehalten wird. Die muss der Br&#228;utigam l&#246;sen, ohne sie zu zerschneiden, will er sich nicht zum Gesp&#246;tt machen. Wahrscheinlich soll der junge Mann darauf vorbereitet werden, dass Ehe kein Zuckerschlecken, sondern ein m&#252;hseliges Unterfangen ist, bei dem vertrackte Probleme gel&#246;st, Schwellk&#246;rper gehisst, Hymen durchstossen und auch sonst Widrigkeiten bestanden werden wollen.<br />
<img src="http://thomashaemmerli.ch/wp-content/uploads/2010/08/Wallfahrt-625x490.jpg" alt="" title="Wallfahrt" width="625" height="490" class="aligncenter size-medium wp-image-800" /><br />
.<br />
<img src="http://thomashaemmerli.ch/wp-content/uploads/2010/08/S&#252;nderinnen-477x625.jpg" alt="" title="S&#252;nderinnen Svetitskhovelo Cathedral" width="477" height="625" class="aligncenter size-medium wp-image-801" /></p>
<p>Jungfr&#228;ulichkeit wird in der Region nach wie vor hochgehalten, und dass in Georgien neue Kirchenbauten spriessen wie Pickel auf schlecht ern&#228;hrten Teenagern, l&#228;sst keine Besserung erwarten. Meinen Germanisten fragte ich, wie es komme, dass er, kaum Vierzig, schon erwachsene Kinder habe. Er sei Student gewesen, seine Freundin siebzehn und ihre Eltern gegen &#252;berst&#252;rztes Heiraten. Er habe nicht l&#228;nger warten wollen und die Freundin in ein vorgebliches Taxi verfrachtet. Am Steuer ein guter Freund, sei man ohne Federlesens in die Berge gefahren. Er habe ihre Eltern vor vollendete Tatsachen gestellt. Es habe dann ja alles prima geklappt.</p>
<p><img src="http://thomashaemmerli.ch/wp-content/uploads/2010/08/Spray-tbilisiP1030691-625x468.jpg" alt="" title="Spray in Tbilisi" width="625" height="468" class="aligncenter size-medium wp-image-799" /></p>
<p>.</p>
<br /><br /><hr />
<small>Autor: <a href="http://www.messiemother.com" >haemmerli</a> </small>]]></content:encoded>
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		<title>Tipps &amp; Tricks f&#252;r Quereinsteiger: Lehrer werden</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Aug 2010 05:59:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>haemmerli</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrer]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrermangel]]></category>
		<category><![CDATA[Quereinsteiger]]></category>

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		<description><![CDATA[Was hat der Lehrer gemeinsam mit hochradioaktivem Abfall? Beide sind ausgebrannt]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Kolumne aus der <a href="http://www.sonntagszeitung.ch">SonntagsZeitung</a> vom 1.8.2010</p>
<p>«Was hat der Lehrer gemeinsam mit hochradioaktivem Abfall? Beide sind ausgebrannt.»  Viel Lehrpersonal muss wegen Burn out ausgemustert werden, einer Modekrankheit, die wie der Titel eines James-Brown-Songs klingt. So schlimm ist der Lehrermangel, dass man wahrscheinlich sogar mich n&#228;hme. Oder Sie! Nun lehre ich zuweilen an Hochschulen und bestritt eine Woche, so dass ich praxisgest&#228;hlt die wichtigsten Lehrlehren zum Besten geben kann.</p>
<p>Am ersten Tag fotografiert man die Klasse durch und memorisiert die Namen. Dann funktioniert es wie mit der Fernbedienung. Tr&#228;umt jemand, so schnarrt man: «Thorsten, halten Sie das f&#252;r stichhaltig?» Ausserdem gibt man ein umfangreiches Lesepensum auf und beginnt den zweiten Tag mit: «Tamara, was sind die drei zentralen Gedanken der Einleitung?» Tamara: «&#196;h, ich, konnte leider …» Haemmerli: «!» Tamara: «Ich habe den Text nicht gelesen.» «Nicht gut, Tamara, nicht gut. Max, was steht in der Einleitung?» Max: «Ich wusste nicht, dass wir auch die Einleitung …» Es ist frappierend: Weil keiner bloss gestellt werden will, befleissigt sich die Jungmannschaft, f&#252;rderhin die Texte zu lesen. Damit hat man die Wunderwaffe «Gruppenarbeit» im Arsenal. Braucht der Lehrer Ruhe und Musse, l&#228;sst er Gruppen bilden, die das Gelesene diskutieren, je einen Sprecher w&#228;hlen, der die Ergebnisse in der Klasse vortr&#228;gt, wo sie erneut besprochen werden. Damit hat man auf sicher eine Stunde Ruhe im Karton. Und die Sch&#252;ler werden mit dem Ph&#228;nomen «Sitzung» vertraut gemacht, einer diskurszentrierten Interaktionsformation, bei der in der Regel auch nix Gescheites rausschaut. So kommt man &#252;ber die Runden. Falls Sie jetzt meinen, das funktioniere aber nicht bei einer Problemb&#228;rklasse, einverstanden, da m&#252;ssten Sie sich wohl eine DirtyHarry-Attit&#252;de sowie eine Magnum 0.44 zulegen.</p>
<p>Immer wieder verbl&#252;fften mich meine Sch&#228;fchen. Ein Student, der gefehlt hatte, erkl&#228;rte mir: «Ich habe neuen Nachbarn. Wir haben die Nacht durchdiskutiert.» Ich wollte zum Donnerwetter &#252;ber Gebr&#228;uche in der Erwachsenenwelt ansetzen. Dann dachte ich, wahrscheinlich ists der Migrationshintergrund. Der junge Mann stammt sicher von einem anderen Planeten. Mich irritierte auch, dass ich predigte, erkl&#228;rte und alle Register zog und mich trotzdem einem schwarzen Loch gegen&#252;ber sah. Die Runde unbewegter Gesichter liess keine R&#252;ckschl&#252;sse zu, ob sie meinen Auftritt gut fanden. Ein deutscher Erzieher versicherte mir: «Das wissen die selber nicht.» Worauf ich erleichtert den Witz erz&#228;hlte: «Was sagt die Schweizerin nach dem Geschlechtsverkehr?» «Ischs r&#228;cht gsi?»</p>
<br /><br /><hr />
<small>Autor: <a href="http://www.messiemother.com" >haemmerli</a> </small>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Fehde! Rache! Todestrafe!</title>
		<link>http://thomashaemmerli.ch/2010/07/fehde-rache-todestrafe/</link>
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		<pubDate>Sun, 18 Jul 2010 05:22:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>haemmerli</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Hundsfott]]></category>
		<category><![CDATA[Polanski]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstjustiz]]></category>
		<category><![CDATA[Strafrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Velodieb]]></category>

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		<description><![CDATA[Fahrraddiebe m&#252;sste man an &#246;ffentlichen Pl&#228;tzen s&#228;mtliche Knochen brechen, um sie hernach zwischen die Speichen eines Rennrads zu flechten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Kolumne aus der <a href="http://www.sonntagszeitung.ch">SonntagsZeitung</a> vom 18.07.2010</p>
<p>Weil es so heiss ist schlafe ich bei offenen Fenstern, schlafe, bis der Club um die Ecke schliesst und die jungen Trunkenbolde zum Auto wanken und noch etwas l&#228;rmen. Dann ist mir nicht gut Kirschen essen. Enragiert liege ich in den Laken und denke: Kreisch nicht so, Schnepfe! Stereoanlage aus, Hundsfott! Schnauze halten, Troglodyt! Ich liege da, und sehne mich nach dem Sturmgewehr, dass ich vor so vielen Jahren abgegeben habe, statt es – wie angeboten – k&#228;uflich zu erwerben. Ich h&#228;tts auch gebraucht als neulich zwei Depperte mit einer viel zu kleinen Zange Veloschl&#246;sser zu knacken versuchten. Es blieb mir nix &#252;brig als mit dem Fotoapparat zu blitzen, um die Kerls in de Flucht zu schlagen. Und als mir das letzte Mal das Fahrrad abhanden kam, war ich dermassen in Rage, dass ich nicht nur f&#252;r die Wiedereinf&#252;hrung der Todesstrafe, sondern auch entschieden der Auffassung war, Fahrraddiebe m&#252;sste man an &#246;ffentlichen Pl&#228;tzen s&#228;mtliche Knochen brechen, um sie hernach zwischen die Speichen eines Rennrads zu flechten.<br />
.<br />
Irgendwann fahren Schnepfe, Hundsfott und Troglodyt doch noch nach Hause. Ich schlafe wieder ein, und bin anderntags froh, dass mir kein Gewehr wertvollen Stauraum verstellt. Und: Jedes Mal, wenn ich ein neues, besseres Velo erworben habe, scheint mir, ein erwischter Veloklauer geh&#246;rte zwar bestraft (rein hypothetisch, wenn Velodiebstahl ein Delikt, w&#228;re, dass der Polizei mehr als ein m&#252;des Arschrunzeln entlockte), aber so arg sei es nun auch wieder nicht. Breche doch, wer noch nie etwas geklaut hat, den ersten Fingerknochen.<br />
.<br />
 Kurzum, jeder der gerade von Delikten betroffen ist oder zu sein meint, verf&#228;llt gerne Affekten, die ihn als Anf&#252;hrer blutiger Fehden und Rachefeldz&#252;ge empfehlen. Augenscheinlich war das in der Causa Polanski anl&#228;sslich derer gerne Meinungen abgesondert wurden, die mit der Pr&#228;ambel anhuben: „Ich als Vater&#8230;“ Jeder „Ich-als-Vater“ malte sich aus, wie Scheusal-Polanski &#252;ber die eigenen Kleinen herf&#228;llt und entsprechend erhellend waren dann die Voten.<br />
.<br />
Emotionalisierte Mitmenschen sind zurechnungsunf&#228;hig: Von „Ich als Vater“ &#252;ber „Ich als aus dem Schlaf gerissener“ bis zu den „Ich als Polterer“-SVPlern, die momentan grauslige F&#228;lle beschw&#246;ren, damit der Zorn gen&#252;gend Schwung erreicht, um jeden aus dem Land werfen zu k&#246;nnen, der einmal zu viel schwarz f&#228;hrt. Ganz abgesehen davon, f&#252;r vern&#252;nftige Straf-Debatten ist es eh viel zu heiss.</p>
<br /><br /><hr />
<small>Autor: <a href="http://www.messiemother.com" >haemmerli</a> </small>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>j($x@h8суTZбимы%=уè(тром]*3</title>
		<link>http://thomashaemmerli.ch/2010/07/jxh8tze3/</link>
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		<pubDate>Sat, 03 Jul 2010 22:30:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>haemmerli</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Geheimdienst]]></category>
		<category><![CDATA[Passwort]]></category>
		<category><![CDATA[Russen]]></category>
		<category><![CDATA[Spione]]></category>

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		<description><![CDATA[Geheim, geheimer, am allergeheimsten; Den russischen Spionen, die seit vielen Jahren mit Tarnidentit&#228;ten in den USA lebten, flogen auf, wegen eines kleinen Zettelchens.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Kolumen aus der <a href="http://www.sonntagszeitung.ch">SonntagsZeitung </a>vom 4.7.2010</p>
<p>«Wie bitte? Ihr Passwort, Major Nikolajewitsch, heisst „zj($x@м%=“? „zj($x@м%=“ hat gerade mal neun Zeichen. H&#246;chst unprofessionell! Ich hoffe Sie sind sich der Wichtigkeit ihrer Mission bewusst. Sie gehen mit neuer Identit&#228;t in die USA. Der kleinste Fehler kann M&#252;tterchen Russland Schande und alles zunichtemachen. Ein Passwort, Major, hat mindestens 27 Zeichen.“ </p>
<p>Igor Nikolajewitsch seufzte tief. T&#228;glich hatte er ge&#252;bt: „zj($x@м%=“ „zj($x@м%=“ „zj($x@м%=“. Er war nahe dran gewesen, das Passwort mit Sonderzeichen, Zahlen, Gross-und Kleinbuchstaben auswendig zu k&#246;nnen.Und jetzt das! Nun sollte er ein drei mal so langes memorisieren. Die IT-B&#252;rokraten, dachte er, sind eine Pestilenz. Auf der ganzen Welt ersinnen sie Sicherheitsfirlefanz, der f&#252;r echte Menschen nix taugt. Bedr&#252;ckt stellte er sich all die Betriebsanleitungen vor, denn seine Geheimidentit&#228;t verlangte, dass er f&#252;r Small-talk mit US-Raketentechnikern stets das neustes Handy bes&#228;sse. Major Nikolajewitsch betrachtete das Zettelchen mit den 27 Zeichen und hatte ein ungutes Gef&#252;hl. Nie aber h&#228;tte er sich tr&#228;umen lassen, dass Jahre sp&#228;ter, im Sommer 2010, alles auffliegen w&#252;rde, bloss weil das FBI das Zettelchen mit dem Passwort entdeckte, das ihm dieser IT-Idiot („zu Ihrer eigenen Sicherheit!“) aufgezwungen hatte.  (Geheimtreff russ. Spione in der CH auf www.haem.ch)</p>
<br /><br /><hr />
<small>Autor: <a href="http://www.messiemother.com" >haemmerli</a> </small>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Der SBB-Speisewagen als fliegender Holl&#228;nder</title>
		<link>http://thomashaemmerli.ch/2010/06/der-sbb-speisewagen-als-fliegender-hollaender/</link>
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		<pubDate>Sun, 20 Jun 2010 15:45:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>haemmerli</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Art Basel]]></category>
		<category><![CDATA[Mini-Bar]]></category>
		<category><![CDATA[SBB]]></category>
		<category><![CDATA[SBB-Chef Meyer]]></category>
		<category><![CDATA[Speisewagen]]></category>

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		<description><![CDATA[Hergeh&#246;rt, SBB-Boss Meyer: Wenn Sie unf&#228;hig sind, uns in der SBB zu verpflegen, dann lassen Sie doch mexikanische Flachleute ran. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Kolumne aus der <a href="http://www.sonntagszeitung.ch">SonntagsZeitung</a> vom 20 Juni 2010</p>
<p>Sitzt man in Mexico Citys U-Bahn, ist es wie weiland bei Rudi Carrells <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Am_laufenden_Band">«Am laufenden Band»</a>. (F&#252;r j&#252;ngere Leser: In Carrells <a href="http://www.youtube.com/watch?v=exEMP-Kza60">TV-Show fuhren Alltagswaren wie Kaffeemaschinen und Weingl&#228;ser am Gewinner vorbei</a>; dem geh&#246;rte, was er innert 30 Sekunden benennen konnte.) In Mexico versorgen einen ambulante Verk&#228;ufer mit Getr&#228;nken, Lesestoff und Kugelschreibern. Es mag manchmal aufdringlich wirken, aber befindet man sich in der Versorgungsw&#252;ste helvetischen &#246;&#246;&#246;&#246;&#246;&#246;&#246;&#246;&#246;Vauuuuus, so erscheint Mexico als Paradies, das belegt, wie hocheffizient Markt und Privatinitiative im Kleinen funktionieren. Ganz abgesehen davon, dass in Mexico (wie in Taiwan oder in Chinas Shenzhen) die Waggons nicht so schmuddlig sind wie bei den SBB. </p>
<p>Jedenfalls sass ich dienstags in einem sp&#228;ten Zug nach Z&#252;rich. Hinter mir lag Basel, das Epizentrum zu Kunst geronnenem Gestaltungswillen, der mein Denken herausgefordert, Bedeutungsebenen verschoben und subversiv unterlaufen hatte, der provoziert und evoziert, der geforscht und untersucht hatte. Hinter mir lagen die Marathonvideos der Art Unlimited, die in ihrer unlimitierten Dauer kongenial das Ausstellungsmotto erfahrbar machten. Entsprechend gross war mein Durst an Folgevernissagen, Cocktails und Festivit&#228;ten gewesen.</p>
<p>Im Zug h&#228;tte ich gerne weitergezecht oder wenigstens mit einem Mineralwasser die trockene Kehle gesp&#252;lt. Doch weit und breit war kein BarW&#228;gelchen. Mir gegen&#252;ber sass der Chef dieses Blattes, und beide erinnerten wir uns, wie wir vor Jahren (vermutlich gab es noch Raucherabteile!) in einer gut lancierten Grosssippschaft in Basel zugestiegen waren und s&#228;mtliche Alkoholika des SBB-W&#228;gelchens aufgekauft hatten. Selbst den Kirsch. Diesmal aber war Ebbe. Und wie die <a href="http://mct.sbb.ch/mct/reisemarkt/services/im-zug/bahngastronomie.htm">SBB-Heimseite erkl&#228;rt</a>, habe ich nicht st&#228;ndig Pech, nein, Minibars werden generell um 19 Uhr stillgelegt, Speisewagen fahren ab 21 Uhr unbemannt wie der fliegende Holl&#228;nder durch die Gegend.</p>
<p>Da wirkte wahrscheinlich die Achse des B&#246;sen: Hier die Gewerkschaftskretins, die fanatisch jeden Job bek&#228;mpfen, der in die D&#228;mmerung lappt. Da die Managementb&#252;rokraten, die nur isolierte Kostenstellen kennen, derweil Service und Kundennutzen ihnen kein m&#252;des Arschrunzeln entlocken. Fazit: Bahnfahren wird gleichzeitig immer ungem&#252;tlicher und teurer. Hergeh&#246;rt, SBB-Boss Meyer: Wenn Sie unf&#228;hig sind, nach 19 Uhr Mineralwasser, Bier oder Espresso (f&#252;r fast vier Stutz!) zu verkaufen, dann lassen Sie private Kleinunternehmer ran! Notfalls die Spezialisten aus Mexicos Metro, die erkl&#228;ren Ihnen, wies geht, oder machens gleich selber. </p>
<br /><br /><hr />
<small>Autor: <a href="http://www.messiemother.com" >haemmerli</a> </small>]]></content:encoded>
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		<title>Hopp Service Public!</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Jun 2010 11:32:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>haemmerli</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Fernsehdirektor]]></category>
		<category><![CDATA[Filippo Leutenegger]]></category>
		<category><![CDATA[Superdirektor]]></category>
		<category><![CDATA[Wahl]]></category>

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		<description><![CDATA[Warum Filippo Leutenegger Arena-Moderator werden sollte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Kolumne aus der <a href="http://www.sonntagszeitung.ch">SonntagsZeitung</a> vom 5.6.2010</p>
<p>Still sitze ich in der Kneipe, weil mir Fussball so Schnuppe ist, dass ich keine Silbe mitreden kann. Wie gerufen kommen mir da die hochbrenzligen SRG-Wirren. (Ich sage nur: Geheimakte Glas Wein!) Berufeshalber &#038; dank Bekanntschaften kann ich meinen Zechkumpanen in der Sache alles erkl&#228;ren. So schalmeite ich, kaum war Herr von Weck zum Televisionskaiser gesalbt: Hurra! Hopp Service Public! Gelobt sei Gottes Heilspaln, der Helvetien die Kandidaten Rohner und Leutenegger erspart hat. Denn, glaubt man der SonntasZeiutng, was ich – halten zu Ganden! &#8211; nat&#252;rlich tue, so war Rohner kein idealer Kandidat. Und unter Filippo habe ich gedient als der Chefredakteur beim Farbfernsehen war, weshalb ich weiss, warum Gott richtig tat, nicht ihm, sondern de Weck Walpens Porsche Cayenne anzuvertrauen. Wie so mancher schied ich mit Leutnegger verkracht aus dem TV aus. Kurz bevor sich Leutenegger auch noch gr&#252;ndlich mit TV-Drirektor Schellenberg verkrachte und selber gehen musste. (Wobei  das „vereinbarte Stillschweigen“ B&#228;nde spricht.) Noch heute finden sich viele, die wortreich erkl&#228;ren, warum Leutenegger im TV eine Fehlbesetzung war. Nebst dem chronisch &#252;berschiessenden Testosteron-Spiegel, der ihn im Zwischenmenschlichen oft Stolpern l&#228;sst, schien er mir ein Paradebeispiel f&#252;rs Peter-Prinzip: Man steigt auf, bis man’s nicht mehr kann.</p>
<p>Perfekt war er als Arena-Modereator: Als ambitioniertester Gockel passte er zu all den Gockeln, die‘s  zum Bildschrim dr&#228;ngt. Das macht aber noch keinen Chef. Sowohl im TV als auch unter Jean-Frey-Veteraten erz&#228;hlt man sich wie Leutenegger sich auch ausgiebig um die Renovationen seiner Liegenschaften k&#252;mmerte. Er br&#252;tete &#252;ber Pl&#228;ttli-Prospekten und Klosch&#252;ssel-Preisen. Derweil die schwergeheimen Jean-Frey-Besitzer das Verlags-Flaggschiff Weltwoche an Medien-Raider K&#246;ppel verkauften, der daf&#252;r das gesamte Riesenverm&#246;gen seines Sparschweinchens auf den Tisch legte. (Soviel war ihm seine journalistische Unabh&#228;ngigkeit dann schon wert.) Und wieder wurde Leutenegger &#252;berfl&#252;ssig.<br />
Auch als nominaler FDP-Politiker, dersich vor allem f&#252;r die Anliegen seines Mentos Blocher vedingt, blieb Leutenegger ein ungeliebter Querschl&#228;ger. Trotz des grossen Charmes, den er an den Tag legt, wenn er etwas von einem oder von einer will.<br />
Da Filippo aber unverdrossen einfach f&#252;r die n&#228;chsttiefere Charge kandidiert, wird er abgewiesen, sollte man ihm den Job geben, den er wirklich kann: Die Arena-Moderation.<br />
Und jetzt k&#246;nnt ihr wieder Fussbal disktuieren. 	</p>
<br /><br /><hr />
<small>Autor: <a href="http://www.messiemother.com" >haemmerli</a> </small>]]></content:encoded>
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		<title>Generation No future!</title>
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		<pubDate>Sat, 22 May 2010 23:24:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>haemmerli</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Demographie; Retner; Alterskriminalität]]></category>
		<category><![CDATA[Generation No Future. Seniorkriminelle.]]></category>

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		<description><![CDATA[Generation No Future: Sie trinken literweise Kaffee, lassen ihre Crèmeschnitten aber stehen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Kolumne aus der <a href="http://www.sonntagszeitung.ch">SonntagsZeitung</a> vom 22.5.2010<br />
Mario Cortison, 112, Sprecher der Stadtpolizei wirkt m&#252;de und grau. Seit 57 Jahren sagt er an jeder Jahrespressekonferenz das Gleiche: „Die Kriminalit&#228;tsrate ist wieder gestiegen.“ Waren es in den Neunzigern noch Drogendelikte und in den Nullern Hooligans sowie Clubbesitzer, so verzeichnet die Stadtpolizei 2023 zum dritten Mal einen dramatischen Anstieg bei der Entwendung von Lesebrillen und Badewannensitzhilfen. Ungekl&#228;rt bleibt der Rammbock&#252;berfall auf Phonak, bei dem 23‘000 Hightechh&#246;rger&#228;te gestohlen wurden. Auf eine kritische Nachfrage von Roger Schawinski, 221, Chef von Radio Methusalem („Ich bliiben immer parat!“), erkl&#228;rt Cortison, man m&#252;sse auch das Demographische sehen. Die Bev&#246;lkerung werde immer &#228;lter, und die Renter von heute glichen kaum noch denen des letzten Jahrhunderts. So bereite der Polizei der Bet&#228;ubungsmittelmissbrauch grosse Sorgen. In vielen Heimen sei es an der Tagesordnung, dass Senioren mittels Kokainkonsums ihren Nachmittagsschlaf k&#252;nstlich hinausz&#246;gerten, um sich l&#228;nger bei Kaffe und Kuchen zusammen zu rotten. Wobei sie literweise Kaffee trinken, daf&#252;r ihre Crèmeschnitten stehen lassen w&#252;rden. Erst seien sie aufgekratzt und renitent, sp&#228;ter dann n&#246;rgelig und depressiv, was f&#252;rs Personal eine starke Belastung bedeute. Typisch sei auch der Vorfall nach dem Rolling-Stones-Konzert in der S-Bahn Oerlikon-Brugg. Ein Dreissigj&#228;hriger, der sich &#252;ber Inkontinezgeruch in der ersten Klasse beschwert hatte, war von Retnerinnen mit Kr&#252;cken zusammen geschlagen worden. Unerkannt konnten die T&#228;terinnen im Meer sympathisierender Alter davon humpeln.<br />
Jetzt fordert SVP-Strategiechef Christoph Blocher, 347, harte Massnahmen: Von ausl&#228;ndischen Seniorenkriminellen seien Antidepressiva und Gebisse einzuziehen, konsequent m&#252;ssten sie aus Altersheimen ausgewiesen, ihre arbeitst&#228;tigen Enkel zur Kasse gebeten werden. Falls der Bundesrat die Kraft nicht mehr habe, sei er, Blocher, bereit, noch einmal das schwere Amt des Justizministers&#8230; (f&#228;llt routiniert vom Podium.)<br />
Ungel&#246;st bleibt die Frage wie man dieser No-Future-Generation strafrechtlich beikommen k&#246;nnte. Landet ein Seniort&#228;ter vor Gericht, so lautet die Standardausrede: „Ich, &#228;h, kann mich nicht erinnern&#8230; Als Bj&#246;rn Borg 1979 das Masters gewann, &#228;h, war ich ja&#8230;“ Und die Verteidigung sekundiert: „Mein Mandat ist in ein Heim verschickt worden, wo er unter schlechten Einfluss geraten und vom geraden Pfad abgekommen ist. Zudem stand er zum Tatzeitpunkt unter dem Einfluss von Viagra-Plus, Rheuma-Schmerzmitteln und Eierlik&#246;r.“  </p>
<p>xxxxxxxxxxxxxxxxx<br />
Wenn man darauf achtet, begegnen einem in der Presse h&#228;ufig Meldungen &#252;ber kriminelle Senioren. Zum Beispiel der fiese Pneustecher: <a href="http://http://www.blick.ch/news/schweiz/zuerich/der-fiese-pneustecher-muss-in-den-knast-147227">Es war ein Rentner! Die 70j&#228;hrige, <a href="http://www.altersdiskriminierung.de/themen/artikel.php?id=143">die Banken &#252;berf&#228;llt.</a> Oder die Bande, die<a href="http://www.bild.de/BILD/news/2010/02/08/rentner-bande/als-geiselnehmer-vor-gericht.html"> ihren Finanzberater entf&#252;hrte</a>.   </a> In &#214;sterreich<a href="http://www.salzburg.com/sn/07/03/09/artikel/3119099.html"> sorgen sich</a> die Salzburger Nachrichten &#252;ber alte H&#228;fltinge. Niedersachsen pr&#252;ft gar ein spezielles <a href="http://www.dw-world.de/dw/article/0,,1447776,00.html">Gef&#228;gnis f&#252;r Senioren.<br />
</a> Die FAZ vermeldet, dass die Zahl der T&#228;ter &#252;ber 60 um <a href="http://www.faz.net/s/Rub77CAECAE94D7431F9EACD163751D4CFD/Doc~E1ECC57A065B74EAFB6DC276F650DEE60~ATpl~Ecommon~Scontent.html">einen Viertel zugenommen habe. </a></p>
<br /><br /><hr />
<small>Autor: <a href="http://www.messiemother.com" >haemmerli</a> </small>]]></content:encoded>
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		<title>Einzelne Leberbezrike sterben ab, das Bindegewebe vernarbt</title>
		<link>http://thomashaemmerli.ch/2010/05/das-bindegewebe-vernarbt/</link>
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		<pubDate>Sun, 09 May 2010 06:39:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>haemmerli</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Leberzirrhose]]></category>
		<category><![CDATA[Lungenliga]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach den Rauchern geht's den Trinkern an den Kragen, fordert der Pr&#228;sident der Leberliga.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Kolumne aus der<a href="http://wwww.sonntagszeitung.ch"> SonntagsZeitung</a> vom 9.5.2010</p>
<p>Meine Damen und Herren! Die verb&#252;ndete Lungenliga feiert einen grossen Sieg. In Gastst&#228;tten ist es dem Rauchergesindel jetzt untersagt, unsere Atemluft zu verpesten, ohne die wir innert Minuten zugrunde gingen. Auch die Speisen, die unsere Gaumen erfreuen und uns am Leben erhalten, d&#252;rfen nicht l&#228;nger von Glimmstengeln vergiftet werden. Anz&#252;ge, Blusen und Hosen, die wir reinigen, waschen und sorgf&#228;ltig in Form b&#252;geln sollen nicht mehr von Tabakgestank, von &#246;ligen Nikotinnebeln und dem fauligen Auswurf  chronisch hustender Raucher gesch&#228;ndet werden. Gegen die Lobbys der Tabakkr&#228;mer, gegen das Gejammer der Schwers&#252;chtigen ist die Geissel des Rauchens besiegt worden und wird wohl bald g&#228;nzlich beseitigt sein.<br />
Damit, liebe Leberliga-Mitglieder, b&#252;ndeln sich alle Kr&#228;fte gegen unseren Feind: den Trinker. Es ist wie beim Rauchen. Was wurde nicht alles behauptet: „Genussrauchen.“ „Ein Verdauungszigarettchen.“  „Eine sch&#246;ne Zigarre unter Freunden.“ Ausreden von S&#252;chtigen! Dealer-Propaganda! Genauso fl&#246;ten die Alkoholkranken, ein gutes Mahl brauche auch Wein. Einen „Digestiv“. Man genehmige sich gern mit Kollegen ein „Bierchen“.  Liebe Leberligisten, wir alle wissen: Alkohol zerst&#246;rt Familien. Macht gewaltt&#228;tig. F&#252;hrt zu Verkehrstoten. Uuuund? Die Leberligisten murmeln im Chor: „Und verursacht Leberzirrhosen. Einzelne Leberbezirke sterben ab. Das Bindegewebe vernarbt.“<br />
Genau, liebe Mitstreiter. Und die Geruchsbel&#228;stigung! Der stinkende Atem der Alkoholtrinker und ihre ranzigen Ausd&#252;nstungen verderben rechtschaffenen Familien das feine Essen im Restaurant. Ungesch&#252;tzt m&#252;ssen unsere Kinder zusehen wie getrunken wird. Mutwillig verletzt man die religi&#246;sen Gef&#252;hle muslimischer und hinduistischer Mitb&#252;rger. Hauseing&#228;nge werden mit Bier verpinkelt, Trendquartiere mit Pinot Grigio vollgekotzt, ja, Leberligisten, im Vergleich mit Teufel Alkohol war Rauchen harmlos.<br />
Wir fordern: Kein Konsum in Gegenwart von Kindern unter Achtzehn. Weinflaschen nur mit Abschreckfotos. Von der Nase <a href="http://www.jesperdeleuran.dk/media/myspace/Bukowski.jpg">Charles Bukowskis.</a> Von <a href="http://www.betrinkowitsch.at/betrinkowitsch/img/uploads/2005-09-02/juhnke.jpg">Harald Juhnke</a> im Bademantel. Von <a href="http://images.google.com/imgres?imgurl=http://www.ikp.unibe.ch/lab2/LIVERcir.jpg&#038;imgrefurl=http://www.ikp.unibe.ch/lab2/cirrhd.html&#038;usg=__AYH4LCgSRoqRbt0-LRlYGItiUA4=&#038;h=200&#038;w=305&#038;sz=17&#038;hl=en&#038;start=2&#038;itbs=1&#038;tbnid=jnwmPFkWb5yfyM:&#038;tbnh=76&#038;tbnw=116&#038;prev=/images%3Fq%3Dleberzirrhose%26hl%3Den%26safe%3Doff%26tbs%3Disch:1">Leberzirrhosen.</a> Publikumsgemurmel:  „Einzelne Leberbezirke sterben ab. Das Bindegewebe vernarbt.“ Ausschank nur noch in in Restaurants mit unbedienten Buvoirs! Ich danke f&#252;r Ihre Aufmerksamkeit. Und begr&#252;sse  Frau Maurer von der Liga gegen Tierkadavarverzehr und Herrn Goetschel vom Verein „<a href="http://thomashaemmerli.ch/2010/02/null-toleranz-fuer-kater-murrli/">Der Hecht, dein Freund“</a>. 	</p>
<br /><br /><hr />
<small>Autor: <a href="http://www.messiemother.com" >haemmerli</a> </small>]]></content:encoded>
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		<title>Dumpsters en México D.F.: VIERNES 7 de MAYO a las 7:45 PM</title>
		<link>http://thomashaemmerli.ch/2010/05/dumpsters-en-mexico-d-f-viernes-7-de-mayo-a-las-745-pm/</link>
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		<pubDate>Mon, 03 May 2010 19:03:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>haemmerli</dc:creator>
				<category><![CDATA[#]]></category>

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		<description><![CDATA[El Trailer está aquí 
SEVEN DUMPSTERS AND CORPSE el documental de THOMAS HAEMMERLI se proyectará en INGLÉS el VIERNES 7 de MAYO a las 7:45 PM en el cine LIDO del CENTRO CULTURAL BELLA ÉPOCA, Tamaulipas 202, esq. Benjamín Hill, en la CONDESA.
Todo comienza cuando su MADRE muere y deja un apartamento atiborrado de TILICHES. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.messiemother.com/film/lang-pref/en/">El Trailer está aquí</a> </p>
<p>SEVEN DUMPSTERS AND CORPSE el documental de THOMAS HAEMMERLI se proyectará en INGLÉS el VIERNES 7 de MAYO a las 7:45 PM en el cine LIDO del CENTRO CULTURAL BELLA ÉPOCA, Tamaulipas 202, esq. Benjamín Hill, en la CONDESA.</p>
<p>Todo comienza cuando su MADRE muere y deja un apartamento atiborrado de TILICHES. Un mes completo se dedican HAEMMERLI y su hermano a vaciar el departamento. Dentro del caos encuentran películas familiares que datan de los años treinta, cartas, documentos y FOTOS.<br />
Es así como descubren su épica y curiosa HISTORIA FAMILIAR con barones, ROMPE CORAZONES, oficiales nazis y hasta el joven KOFI ANNAN, en éste documental de alta velocidad y HUMOER NEGRO.</p>
<p>El DIRECTOR Haemmerli responderá a sus preguntas y QUEJAS. Después de la proyeción en la sala. O en blog del film en <a href="http://www.messiemother.com/2010/05/dumpsters-en-mexico-df-viernes-7-de-mayo-a-las-745-pm/">www.messiemother.com</a>.</p>
<br /><br /><hr />
<small>Autor: <a href="http://www.messiemother.com" >haemmerli</a> </small>]]></content:encoded>
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